Three Pairs Of Underwear

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Veröffentlicht von am in Blog_TPOU-Africa

Nach einem, sagen wir mal, interessanten Fruehstueck im Hotel (Melonen mit Zwiebelgeschmack und undeffinierbares weisses Etwas im Deckel der Kaffekanne) machten wir uns auf den Weg nach Burundi. In der Hauptstadt Bujumbura wollten wir uns in einem schoenen Hotel einmieten, denn schliesslich hab ich ja morgen, am 4. Januar, Geburtstag. Soweit der Plan...

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Nun haben wir also schon eine ganze Woche in Kigali im Car Wash verbracht. Einiges von der Stadt konnten wir auch erkunden und sind erstaunt ueber die organisierte Art, wie hier alles ablaeuft. Die Haeuser in der Innenstadt sind schoen und ordenntlich, die Motorradtaxifahrer tragen alle gruene oder rote Helme und haben fuer den Fahrgast ebenfalls einen Helm dabei. Es gibt gemuetliche, moderne Cafes mit nettem Staff, dem besten Kuchen und Chai Latte seit langem und dazu kostenloses, dratloses Internet (manchmal soger ein bisschen schnell). Nur wenige Menschen interessierten sich dafuer, wenn wir irgendwo anhielten und wenn, dann warfen sie nur einen kurzen Blick auf uns und gingen weiter ihres Weges. Ebenfalls gaenzlich abwesend waren Bettler, es hat uns nicht einer nach Geld gefragt.

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Wie im letzten Bericht angekuendigt wollen wir im nun Folgenden ueber die traurige und brutale Geschichte Ruandas und unsere Erlebnisse dazu berichten. Einige der nachstehend aufgefuehrten Bilder sind vielleicht nichts fuer schwache Nerven. Es ist den Einwohnern des Landes jedoch wichtig, diese Bilder in die Welt zu tragen um der Menscheit vor Augen zu fuehren, dass so etwas nie wieder passieren darf. Wir folgen dieser Ansicht, denn uns haben die Gedenkstaetten und Erzaehlungen der Menschen vor Ort sehr erschuettert.

Wichtig zu wissen ist, dass Ruanda zu erst unter deutscher und dann unter belgischer Kolonialherrschaft stand. Zu dieser Zeit war die Macht traditionel bei den Tutsi's unter Koenig Mwami. Als sie 1956 die Unabhaengigkeit von den Belgiern forderten, begannen diese die Macht an die Hutus zu uebertragen. Als der Tutsi Koenig Mwami im Jahre 1959 starb, brachen bewaffnete Zusammenstoesse zwischen Hutus und Tutsis aus. Welche letztendlich zu den Massenmorden im Jahre 1994 fuehrten.

1962 erhielten die Hutus grosse Macht unter Primiere Minister Gregoire Kaybanda. Die neue Regierung befuerwortete die Einschraenkung der Bildungs- und Arbeitsmoeglichkeiten fuer Tutsis. Einige Tutsis startetn Guerilla-Angriffe aus dem Exil in Uganda. Ein grosses Blutvergiessen folgte, tausende in den Reihen der Tutsis starben und zehntausende flohen in die Nachbarlaender Kenia, Uganda und Burundi. Im Untergrund schwelten die Differenzen weiter, bis es 1972 erneut zu Ausschreitungen kam. Zehntausende Hutus wurden im benachbarten, Tutsi-dominierten Burundi ermordet.

Am 1. Oktober 1990 wurden die Stammesstreitigkeiten nochmals wiederentfacht. 5000 schwer bewaffnete Rebellen von der Ruandischen Patriotischen Front (RPF - eine Tusti-dominierte militaerische Organisation, geleitet von Paul Kagame) besetzten Ruanda. Es war die Hoelle los im Land. Zwei Tage spaeter flogen aus Belgien, Frankreich und Congo Truppen ein, um die Rebellen zurueckzuschlagen. Mit der garantierten auslaendischen Unterstuetzung schlug die Ruandische Armee, von Hutus gefuehrt uebermaessig gegen die Tutsis zurueck. Die RPF startete einen einen erneuten Angriff im Jahr 1991, diesmal aber besser vorbereitet und staerker bewaffnet. Sie drang Anfang 1992 bis 25Km vor die Hauptstadt Kigali. Im August 1993 setzten sich beide Parteien zusammen und schlossen einen Friedensvertrag. Franzoesische Truppen wurden wieder aktiv, um die Auslaender im Land zu beschuetzen, doch wie landesweit veroeffentlichte Fernsehaufnahmen zeigten, halfen sie nebenbei auch der Regierungsarmee.

Im April 1994 rief der amtierende ruandische Praesident zu einer ueberregionalen Friedenssitzung auf. Stammesuebergreifende Verteilung der Staatsmacht wurde diskutiert und beschlossen. Auf dem Rueckweg von Arusha (Tansania) nach Kigali wurde das Flugzeug mit den beiden Staatsoberhaeuptern Burundis und Ruandas von einer Bodenluftrakete abgeschossen. Das war der 7. April 1994. Dies war der grosse Funke fuer den darauf folgenden Massenmord an ueber 800'000 Menschen.
In den folgenden 100 Tagen fanden im ganzen Land unbeschreibliche Graeultaten von Hutsis an Tutsis statt, die internationale Oeffentlichkeit sah weg und wurde nicht informiert. US Praesident Bill Clinton sagte spaeter, sein groesster Fehler war es, nicht frueh genug eingegriffen zu haben.

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Erst spaet am Nachmittag starteten wir vom See Richtung Ruanda. So erreichten wir den Grenzposten erst kurz vor dem Dunkelwerden, doch die Abwicklung des Papierkrams auf ugandischer Seite ging zuegig vonstatten. Der Grezbeamte war maechtig stolz auf uns, denn wir seien die Ersten, die ueber den Grenzuebergang in Suam beim Mount Elgon nach Uganda gekommen waeren, die er hier wieder aus dem Land verabschieden duerfe. Ein Kollege von ihm der dorthin versetzt werden sollte, musste ueber einen anderen Grenzuebergang via Kenia anreisen, weil die Strasse (welche wir ja gefahren sind) so schlecht sei.
Als wir auf der ruandischen Seite am Schlagbaum standen, staunten wir nicht schlecht ueber folgende Szene. Zwei Jungs standen neben unserem Motorrad und wollten betteln, da stand der Grenzbeamte schon neben uns und vertrieb die Beiden mit dem Schlagstock. Dass die Polizei hier recht hart durchgreifen soll, haben wir ja schon gehoert - ist das nun schon ein Vorgeschmack? Wie dem auch sei, auch hier waren die fuer unsere Einreise verantwortlichen Personen, sehr nett und die Papiere schnell bearbeitet - zumal ich als deutsche Staatsbuergerin nichtmal ein Visum benoetige.

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