Three Pairs Of Underwear

Fotohandys gibts ueberall!

Veröffentlicht von am in Blog_TPOU-Africa
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Gleich gegenueber von unserem Hotel in der Hauptstadt befindet sich ein Supermarkt. Hier gibt es wirklich fast alles, was das Herz begehrt - wenn man es sich leisten kann. Eine Packung Original Kelloggs Cornflakes kosten hier 4 Euro und auch bei Cammenbert Kaese ist man fue 5 Euro dabei. Wir konnten uns bisher ganz gut beherrschen hier das Geld zum Fenster hinaus zu werfen, doch am Abreisetag goennen wir uns Schokocrossaints und klebrige Rosinenschnecken zum Fruehstueck, wer weiss schliesslich, wann wir sowas im drittaermsten Land der Welt wieder zu Gesicht bekommen.
Es wird Zeit, dass wir aus der Stadt wieder herauskommen, denn die uns ewig anquatschenden Strassenverkaeufer gehen uns so langsam auf die Nerven.
Gleich vor dem Supermarkt haben uns bestimmt 4 verschieden Simkartenverkaeufer angesprochen, ein Anderer wollte DVD’s verkaufen und ein Sechster wollte uns sogar ein Set Kopfkissen andrehen. Sie wollen aber auch einfach nicht verstehen, dass wir selbst wenn wir etwas kaufen wollten, keinen Platz haben. Sie sehen unser voll beladenes Gefaehrt, staunen ueber die Technik und das Gepaeck und am Schluss versuchen sie doch noch mal ihr Glueck. – Vielleicht kommt ja mal einer vorbei der Anhaenger fuer BMW Motorraeder verkauft...


Eins, zwei, drei, vier gibts noch jemanden der schoenere Karten hat...?


Der Verkehr in der Stadt war noch immer das gewohnte Gewuehl und ich wusste nichtmal in welche Richtung wir uns halten muessen um die richtige Strasse nach Bobo Dioulasso zu erwischen. Einige Umleitungen und Baustellen erschweren die Orientierung zusaetzlich. Irgenwann sind wir aber tatsaechlich auf der richtigen Route und kaempfen uns durch die letzte grosse Baustelle raus aus der Stadt. Hier in den Randbezirken, sehen wir eifrige Menschen alle moegliche Flecken Land beackern, mal gleich neben einem Stopschild oder etwas abseits der Strasse. Dazwischen grasen Rinder und Ziegen, die von ihren Hirten hier her gefuehrt wurden oder einfach allein den
Weg gefunden haben. Ein skuriles Bild neben all dem verrueckten Stadtverkehr.

Die Strecke fuehrt uns durch aermlich wirkende Doerfer, doch die Haeuser sind auch hier groessten Teils im Somba-Stil gebaut. Die Menschen blicken uns erstaunt nach oder winken uns froehlich zu wenn wir an ihnen vorbeigleiten.



Auch ein paar Zahlstellen liegen immer mal wieder vor uns. Schon am Tag unserer Einreise wurden wir hier zur Kasse gebeten und es erschien uns nicht ganz klar was nun eigentlich wirklich zu bezahlen ist. Zwei mal konnten wir von den urspruenglich 400 F gefortertem auf die Haelfte runterhandeln. Diese Quittungen haben wir aufbewart und nun winken wir selbstbewusst den Menschen an der Schranke damit zu und sie winken uns freudig durch. – was die koennen, koennen wir doch schon lange! ;-)

In Bobo Dioulasso angekommen sind wir zuerst ein wenig enttaeuscht vom Erscheinungsbild. Diese Stadt soll durch die franzoesische Kolonialzeit naemlich besonders schoen sein. Wir koennen zunaechst nicht viel davon entdecken. Ein wirrer Kreisverkehr begruesst uns, einige Strassen sind aufgerissen und an vielen Stellen schlammig, so dass sogar in der Stadt fahrtechnisches Koennen gefragt ist. In einigen Gassen sind Markstaende aufgebaut, es riecht gut nach gebratenem Fisch oder Fleisch, frischen Kraeutern und Gemuese und wimmelt von Menschen.

Auf der Suche nach einer Unterkunft entdecken wir eine Moschee, die wir in dieser Bauweise erst in Mali erwartet haetten. Hoch ragt das Minaret vor uns auf. Das Bauwerk ist aus Lehm gefertigt und leuchtet uns weiss entgegen, aus den Waenden und dem Turm gucken dunkle Aeste hervor. Sie werden wohl zur Stabilisierung mit eingebaut. – Besonders aussehen tuts aber allemal.


Schoen oder?

Waehrend wir die Kamera auspacken, stehen gleich ein paar juengere Maenner um uns herum und bestaunen das Motorrad. Sie halten aber den noetigen Abstand, einige von ihnen stellen Fragen oder sie bieten uns Touren in die Altstadt Bobo Dioulassos an. –Warum braucht man bloss immer einen Fuehrer um sich hier Dinge anzusehen? Die Moschee duerfen wir aber allein fotografieren waehrend einer der Jungs sein Handy auspackt und den Toeff fotografiert. Zwischenzeitlich sind auch einige aeltere Herren in langen Gewaendern neben uns aufgetaucht. Einer von ihnen hat kaum noch Zaehne im Mund und lacht uns froehlich an. Wir koennen uns nicht helfen, aber irgendwie fuehlen wir uns gleich wohl in Gegenwart dieser Menschen, die uns immer so freundlich und selbstlos in ihrer Mitte dulden. Wir spueren etwas von der Herzlichkeit, die im mittleren Osten ueberall praesent war und die wir manchmal in Afrika vermissten. Wir freuen uns nun schon um so mehr, wieder arabisches Flair zu spueren je weiter wir nach Marokko vordringen.



Als wir den Platz vor der Moschee verlassen, ruft uns noch einer der Guides hinterher „schoenen Abend und vielleicht bis morgen?“ „Ach, ja die Altstadt“ denken wir und winken ihm zur Verabschiedung zu.
Auf der Strasse angekommen fragen wir nochmals einen Passanten nach dem gesuchten Hotel, der schaut uns fragen an und zeigt in die Richtung vor uns. Wir stehen direkt davor.

Von der Dachterasse haben wir einen direkten Blick auf das Treiben in der Stadt. Unzaehlige Motorraeder brausen an diesem Abend zu unseren Fuessen entlang. Und so manches Auto schlagt unsanft in dem grossen Schlagloch in der Nebenstrasse auf. Wir geniessen die warme Luft und die Geraeuschkulisse, bis den Muecken unser Antibrumm egal zu seien scheint und wir uns ins Zimmer fluechten.
Burkina Faso scheint uebrigens extrem Webseitenfreundlich, denn nicht nur in Ouagadougou sondern auch hier finden wir in unserem Hotel eine ungesicherte W-Lan Internetverbindung – wie pracktisch.

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Gast Sonntag, 20 Oktober 2019
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