Three Pairs Of Underwear

Tom und die Schweizer...

Veröffentlicht von am in Blog_TPOU-Africa
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Ja, wie betonen wir immer wieder? Plaene aendern sich. Vielleicht liegt es auch daran, dass es Tom hier bei Alice so gut gefaellt. Kann ich ja gut verstehen, sie ist wirklich ein Goldstueck und mal wieder schweizerdeutsch reden zu koennen ist sicherlich auch nicht das Schlechteste... doch muss er sich deswegen gleich mit Malaria ins Bett legen, nur damit wir noch bleiben?!?

Naja, Spass beiseite, als wir gestern dann nun endlich aufbrechen wollten, fuehlte Tom sich am Morgen nicht gut und wir vermuteten nach einer Weile, dass ihn nun auch wieder die Malaria erwischt hat. Einen Test haben wir dieses Mal garnicht gemacht, sondern gleich mit der Tablettenkur begonnen. Die Symtome sind recht klar: Durchfall, Uebergeben, Fieber, Muskelschmerzen, Energielosigkeit – und dass alles zusammen. Ich hatte erst noch ein wenig Sorge, weil es sich nicht sofort bedeutend gebessert hat - aber heute gehts ihm schon wieder recht gut. Was so nen Tag Schlaf und die richtige Medizin doch ausmacht. Ich schaetze die Diagnose bei meiner Malaria haben wir gluecklicherweise gemacht, bevor die Symptome so richtig zum Vorschein kamen – was mir vor ein paar Tagen wohl einiges erspart hat.


Armer kranker Tom

Natuerlich ist er noch nicht 100% wieder auf dem Damm und so gingen wir es heute ruhig und gemuetlich ohne Stress an. Auch unsere Reiseroute haben wir wieder etwas angepasst. Da wir am Samstag schon in Cotonou sein muessen, weil wir mit dem Deutschen Hilfsdienst verabredet sind, fahren wir nun nicht nochmal noerdlich durch Togo sondern gleich nahe des Kuestenstreifens ueber die Grenze nach Benin. Es ist zwar ein wenig schade, dass wir so nicht viel von Togo gesehen haben werden, doch man kann manchmal eben nicht alles haben.
Auch in Benin gibt es uebrigens noch Vodoo und die Maerkte, so hoffen wir nun dort einen tieferen Einblick darin zu bekommen. Und wir hoffen, dass wir in Benin in den naechsten Tagen unsere Karten aus Deutschland erhalten. Wobei uns das Trackingsystem der Post hier nicht viel weiter hilft. Noch immer steht im Internet, wenn man die Sendungsnummer eingibt: „Die Sendung wurde an das Zentrallager in Frankfurt zur Weiterleitung nach Benin uebergeben“. Da sich dieser Satz seit Absendung der Post in Deutschland noch nicht veraendert hat, hilft uns das nicht wirklich weiter.

Nachdem wir noch ein letzes, echtes Roeschti aus Alices Kueche verdrueckt hatten, schwangen wir uns gegen 16 Uhr wieder in den Sattel unseres Toeffs. Immer an der Kueste entlang folgten wir der guten Strasse mit Blick auf Palmen, Strand und Meer. Von hier, aus einiger Entfernung, sieht der Strand richtig idyllisch aus. Beim naeheren Hinsehen bekamen wir ein ganz anderes Bild. Denn der Muell im Sand ist nicht zu uebersehen und so einige komische Gestalten trieben sich auch dort herum. Alice erzaehlte uns sogar, dass Reisende die es vorgezogen haben am Strand zu campen, dort ueberfallen und ausgeraubt wurden. Wir hatten hier zwar nie das Gefuehl in Gefahr zu sein und die Menschen waren alle extrem freundlich, doch nachts kann sich ja bekanntlich so einiges aendern.

Die Grenze zu Benin ist nicht weit und cirka eine Stunde spaeter erreichten wir diese. Der Grenzuebergang wirkte schon ein wenig mehr nach einem, als der zwischen Ghana und Togo. Es war eine Menge los, viele Menschen querten zu Fuss, um ihre Waren in Togo oder Benin besser an den Mann zu bringen und auch LKW und Busse waren einige zu sehen. Fuer uns ging es allerdings trozdem ohne warten und professionell ueber die Buehne.
Waerend Tom das Carnet stempeln ging, wartete ich neben unserem Toeff und kam mit zwei Herren ins Gespraech (ja sie sprachen sogar ein wenig Englisch), die ihre 900 er Honda neben uns geparkt hatten. Ein grosser Toeff fuer afrikanische Verhaeltnisse. Als ich fragte ob sie mir nicht lieber das Bike geben wollen, sagten sie sofort ja klar koennte ich es kaufen. Tja geschenkt gibts hier wohl auch nix .
Ich mach dann doch erst noch meinen Fuehrerschein...

Das wir nun in Benin sind, mekt man kaum. Die Menschen sprechen immer noch franzoesisch und auch die Landschaft oder die Haeuser haben sich nicht im geringsten geaendert. Das Einzige, was hier vielleicht ein wenig mehr verwendet wird sind Hauswaende oder Grundstueckseinzaeunungen aus geflochtenen Palmenblaettern. Warscheinlich fiel das aber auch nur mir auf, weil ich das so huebsch finde. Und natuerlich die Zeitumstellung, wir sind nun wieder auf gleicher Zeit mit Deutschland und der Schweiz.

Ach ja unsere erste Begegnung mit dem Schweizer Kreuz hatten wir natuerlich auch schon. Denn nicht weit nach der Grenzueberquerung fiel unser Blick auf eine auffaellig rot-weiss gestrichene Huette - ein Schweizer Restaurant. Leider war kein Landsmann in Sicht und so musste es nur ein Foto tun.


...sie sind wirklich ueberall...

Mangels Schweizer Schnack ging es aber ohne grosse Verzoegerung gleich weiter. In Grand Popo (das heist wirklich so) hatten wir einen Tip fuer eine Unterkunft welche unser Tagesziel darstellen sollte.
Recht gut ausgeschildert, fanden wir die „Auberge“ schnell und einfach. Sie sah gut aus und die Leute waren freundlich, doch als wir den Preis fuer Zimmer oder Campen hoerten, machten wir auf dem Absatz kehrt. Fast 30 Euro fuer ein Zimmer oder 10 Euro fuers Zelt muss einfach nicht sein.

Nach einigen Kilometern und 3 weiteren Anfragen haben wir nun eine ziemlich neu erbaute, lokal gefuehrte Unterkunft gefunden. Haben eine eigene kleine Huette inkl. Bad und Ventilator, sie ist richtig sauber und sogar ein ordentliches Moskitonetz ist vorhanden (fuer nur 12 Euro). So laesst es sich bestimmt gut schlafen und morgen gehts dann weiter nach Cotonou.

Drueckt mal fest die Daumen, dass unsere Post nun mal eintrifft.

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Gast Sonntag, 21 Oktober 2018
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