Three Pairs Of Underwear

Der Tafelberg ist nichts fuer Maenner und Frauen ab Dreissig!

Veröffentlicht von am in Blog_TPOU-Africa
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Mensch, nach soviel koerperlicher Anstrengung sind wir noch immer ganz geschafft und ich bin mir nicht sicher, ob 3 Tage nichts tun ausreichen, um uns wieder auf dem Damm zu bekommen. Naja - Spass beiseite. Tom hat sich zu seinem Dreissigsten gewuenscht, dass wir gemeinsam den Tafelberg erklimmen. Ich habe zugestimmt unter der Bedingung, dass wir mit der Gondel wieder hinunterfahren.


Die Faelschung ;-)

Eigentlich wollten wir ziemlich frueh starten, um nicht in die Mittagshitze zu kommen. Das klappte aber nicht, weil wir auf die Bestaetigung der Flugbuchung fuer unseren Toeff warten mussten, damit wir unseren Flug buchen konnten. Ein kurzer Abstecher in unser Lieblingsshoppingcenter musste auch noch sein, um uns mit Getraenken fuer den Aufstieg zu versorgen. Dann ging es aber endlich los in Richtung Stadtzentrum und Tafelberg. Wir parkten gleich neben der Gondelstation und erkundigten uns, welcher Weg der einfachste sei. Da wir ja schon bei diversen anderen Testwanderungen gemerkt haben, wie es um unsere Fitness bestellt ist. Wir liefen nach Anweisung einer Suvenierverkaeuferin ca. 2 km die Strasse entlang, bis sich ein Pfad zu unserer

Rechten zeigte. Waerend unserer letzten Vorbereitungen (Sonnencreme, Kopfbedeckung) rief ein Herr in gelber Warnweste nach uns. Er stand neben einem Containerhaeusschen nahe einem weiteren Pfad. Als wir naeher kamen, erkannten wir, dass er wohl um die 60ig war und knallblonde Rastalocken unter einer Muetze hervorlugten. Er erklaerte uns, dass wir lieber seinen Pfad hier gleich vor uns nutzen sollten, denn der andere sei gefaehrlich. Wir hatten schon gehoert, dass so manch ein Wanderer auf dem Weg ueberfallen worden war. Wir hakten aber lieber nochmal nach, aus welchem Grund es sicherer waere hier zu starten. Doch nicht etwa Gaengster waren das Problem, sondern die Cape-Cobra soll sich dort vermehrt aufhalten.
Wir glaubten ihm, um starteten seine empfohlene Route. 2,5 Stunden soll es dauern, bis man das Plateau auf dem Tafelberg erreicht. Ich haette aber schon fast nach 15 Minuten aufgegeben. Es war einfach so heiss und der Weg bestand aus unebenen Stufen, die durch natuerliche Steine in allen Groessen gebildet wurden. Zu allem Ueberfluss kam uns auch noch ein Paerchen entgegen, dass auf halbem Weg aufgegeben hatte. Tom kletterte zu meiner Verwunderung immer schoen voraus und schien kaum Probleme zu haben. Nach einer Pause an einem Wasserfall im Schatten entschieden wir es durchzuziehen.
Der Vorteil, wenn man auf unserer gewaehlten Route spaet startet, ist dass man im oberen Teil im Schatten des Berges geht und das erleichterte die Sache zumindest etwas.


Klarer Blick auf Kapstadt

Auch wenn ich es immer noch extrem anstrengend fand und Tom gluecklicherweise auch etwas langsamer wurde... Nach ungefaer 4 Stunden erreichten wir das Plateau und konnten in weiteren 20 Minuten auf der Ebene die obere Gondelstation erreichen. Schon die Aussicht auf dem Weg hinauf war fantastisch und nun von hier oben wurde es noch schoener. Wir haetten uns keinen besseren Tag aussuchen koennen: kein Woelkchen truebte den Blick nach unten. Ein typisches Bild ist eine ueber die Bergkuppe wabernde Wolkenwand, doch heute keine Spur. Dennoch bin ich mir sicher, dass uns morgen alle Knochen weh tun werden...
Zurueck bei Francois und Ingrid wurde Tom dann mit einem richtig echten Geburtstagskuchen ueberrascht! Ich glaub er hat sich sehr gefreut.


Das Original :-)

Den naechsten Tag war ich ehrlich gesagt froh, dass ich fuer das Zusammensuchen unserer Sachen verantwortlich war und nicht mit Tom auf dem Bike durch die Stadt fahren musste - ich war echt groggi. Tom war aber dafuer sehr erfolgreich und konnte am Nachmittag zusammen mit Francois im Auto Palette und Verpackungsholz abholen und schon zur Spedition bringen. Nebenbei genoss das Bike noch eine Waesche und nen Oelwechsel - natuerlich made by Tom.

Gegen 10 Uhr standen wir dann einen Tag spaeter vor den Toren der Spedition um unser Toeff fuer die Reise einzupacken. 428 kg wiegt die fertige Kiste mit dem Bike und allem Gepaeck. Es kostete uns ein kleines Vermoegen alles per Luftfracht zu schicken, doch so sind wir relativ sicher, dass unser Bike in 4 Tagen in Accra auf uns wartet. Ein wenig schwer faellt es uns aber schon, den grossen Karton mit unserem kompletten Hab und Gut aus den Augen zu lassen und in fremde Haende zu uebergeben. Die naechsten 3 Tage sind wir nun also nicht mehr mobil und werden vorsaetzlich faul auf dem Sofa sitzen und alle erdenklichen BBC Fernsehprogramme auswendig lernen.




Mit einer kleinen Ausnahme. Gestern liessen wir uns zu einem Ausflug auf eine Weinfarm ueberreden. Wir hatten sehr gutes Essen mit anschliessender Weinprobe auf dem Weingut Seiderberg - eines von unzaehligen hier in der Region. Ein ganz kleines bisschen betrunken traten wir den Heimweg an. Um den Fleischueberfluss nochmal so richtig auszukosten, goennten wir uns am Abend dann gleich wieder ein gutes Essen in Form eines riesigen Cordon Bleu. Ein wenig beunruhigt waren wir nach den ersten Frachtflieger-Tracking-Versuchen um herauszufinden, wo genau unser Toeff sich gerade aufhaelt. Aber so wie es aussieht, ist er zwischenzeitlich in der richtigen Maschine und auf dem Weg nach Ghana.

Wir freuen uns, dass es morgen nun endlich planmaessig weitergeht und dass wir wieder ins uns bekannte Afrika eintauchen koennen. Auch wenn unser Reisefuehrer sagt, Ghana sei Afrika fuer Anfaenger... wir sind gespannt.

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Gast Sonntag, 20 Oktober 2019
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