Three Pairs Of Underwear

To Visum or not to Visum? Und andere Hoehepunkte

Veröffentlicht von am in Blog_TPOU-Africa
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Eine lange Zitterpartie ist heute am 09.04.2010 zu Ende gegangen! Wir konnten ein Paecken aus Pretoria von der High Comission of Ghana bei der Post abholen. Die Stunde der Warheit hat also geschlagen... ist das Visum im Pass oder nicht? Das Paeckchen war nicht an uns adressiert, sondern an Francois Postfach. So mussten wir, um uns auszuweisen, unsere Post gleich am Schalter aufmachen. Die Spannung war fast erdrueckend. Wir blaetterten aufgeregt durch die leeren seiten in unserem neuen, noch jungfraeulichen Pass. Da war es! Ein Visum in meinem und eins in Toms Pass. Juhu, es kann wie geplant weiter gehen!

Natuerlich haben wir die letzten Tage nicht ganz tatenlos hier in unserem Heim in Belville (Stadtteil von Kapstadt) herumgesessen und gespannt gewartet. Obwohl das schon ziemlich aufregend war, weil unsere Sendung mit Verspaetung bei der Ghana Vertretung angekommen ist, 2 lange Wochenenden den Postweg verlaengerten und wir somit insgesamt fast 2 Wochen im Ungewissen sassen.

Einen Grossteil unserer Zeit verbrachten wir mit dem Versuch, verschiedene Dinge fuer die Weiterreise zu besorgen. Von einfachen Dingen wie Lebensmittel aufstocken, bis so schwierigen Sachen wie einzeln verpackte, feucht Einmalbrillenputztuecher fuer unsere Kameralinsen. Diese und eine einfache Isolierverpackung fuer unseren 3 Liter Deuter (Source) Tinkbeutel scheint es aber in ganz Sued Afrika nicht zu geben. Unsere Wege fuehrten uns ins Zentrum von Kapstadt, in die Aussenbezirke und meist zu guter letzt doch wieder ins nahe Tyger Valley Shopping Center. Das ging schon so weit, dass Tom Angst bekam, weil er ploetzlich begann sich dort auszukennen.

Wusste ichs doch, es gibt einen Schokogott - oder ist etwa Ostern?


Toms Motorradkleidung brauchte nach drei Jahren fast ununterbrochenem Gebrauch ein wenig Hilfe vom Schneider. Angebote fuer einen Satz neue Reifen mussten eingeholt werden, die Topbox sollte nun auch endlich professionell und haltbar geschweisst werden und eine Palette oder Box zur Verschickung des Toeffs musste organisiert werden.
Dank der BMW Niederlassungen Hamman und Auto Atlantik hatten wir gleich 2 Angebote, die Originalverpackung der neu angelieferten Motorraeder kostenlos zu erhalten. Sowie die Moeglichkeit das Oel nochmals zu wechseln und unser Bike fuer die Vorstellung vor dem Customs Officer schoen zu machen - sprich waschen.

Wir sind nun dank (Design Pro) stolze Besitzer, von neuen Aufklebern mit denen wir an verschiedenen Stellen am Bike und auf den Helmen nun auf die aktuelle Webseite hinweisen.

Seit wir uns in Suedafrika aufhalten, haben wir schon bei einigen Motorradfahrern einen auffaelligen neuen Ausruestungsgegenstand entdeckt. Es nennt sich Leatt-Breace und ist ein Helm fuer den Nacken. Es funktioniert vom Prinzip ganz einfach, bietet aber gleichzeitig enormen Schutz. Man traegt das Leatt-Breace um den Hals und verhindert damit ein Ueberdehnen oder sogar Brechen der Hals -und Teile der Rueckenwirbel. Was im Falle eines Falles eine Laehmung des Koerpers oder schlimmste Aussmasse verhindern kann. (Naehere Infos sind auch unter Ausruestung zu finden)
Fuer Tom und mich stand fest, dass wir uns diese Teile mal ansehen werden, um sie evtl. auf unserer Rueckreise zu tragen. Dank der Buffallo Ralley trafen wir jemanden, der uns dem Marketingchef der herstellenden und entwickelden Firma vorstellte. Nun koennen wir mit grossem Stolz unseren neuen Sponsor Leatt-Breace praesentieren und tragen jetzt je eines unterhalb unserer Arai-Helme. Unsere Rueckreise ist also in Sachen Gesundheit noch sicherer geworden.

Aber natuerlich waren wir nicht nur organisatorisch, sondern auch zu unserem Vergnuegen unterwegs. Francios und Ingrid ueberzeugten uns fuer den Anfang zu einer Motorradausfahrt nach Franshoeck. Einem franzoesischen Stadtteil mit viel Charme. Wir hielten fuer Kaffee und Kuchen vor weiss getuenchten Gebaeuden mit viel Glasfront und noch mehr alten, antik aussehenden Moebeln. Ich dachte es handelt sich um ein Lampen und Gardinengeschaeft, aber es war wirklich ein Cafe - in dem wir den teuersten Kuchen seit Start unserer Reise assen.

Am 30.03.2010 war es dann soweit, wir starteten zu einer Ausfahrt ans Kap der guten Hoffnung. Die Fahrt dorthin fuehrte mal am Meer entlang und mal durch die Berge. Natuerlich gab es ein Eingangstor zum "Cape of Good Hope - Table Mountain Nationalpark", wo wir artig Eintritt bezahlten, um uns dann zusammen mit unzaehligen anderen Touristen den "Cape Point" (der sued-westlichste Punkt des afrikanischen Kontinents) und das mehr bekannte "Cape of Good Hope" ansahen. Es ist besonders am zweit genannten Punkt interressant anzusehen, dass die Leute mit Bussen dort anreisen, wie die Ameisen aussteigen und dann versuchen ein moeglichst einsames Bild vor dem markierenden Holzschild mit ihrer Kamera festzuhalten.
Natuerlich musste hier auch ein Foto von uns entstehen, diesmal hatten wir mit Francois ja sogar unseren eigenen Fotografen mit. Als wir uns fertig zum Fotografieren positioniert hatten, fragten ploetzlich wildfremde Leute, ob sie sich mit uns zusammen ablichten lassen koennten. Ich glaube die freuten sich mehr fuer uns, als wir selbst, dass wir diesen markannten Punkt mit dem Bike erreicht hatten.


darf ich auch mit aufs Bild?

Zu Beginn unserer Reise 2009 im Oman hatten wir bei einem unserer ersten Wildcamps eine Paar mit ihren zwei Kindern getroffen und zusammen gegrillt. Vor ein paar Tagen ist uns eingefallen, dass sie in Kapstadt wohnen. Wir riefen sie also an, und sie luden uns prompt zum swiss - Osterbrunch im Swiss Club von Cape Town ein. So verbrachten wir den Ostersonntag neben einem Chalet am Fluss sitzend mit unseren Freunden aus Oman, ihrer Familie und noch ein paar anderen schweizstaemmigen Clans. Genossen suedafrikanisches Braai und bestaunten auf schweizer Art gefaerbte Ostereier. Fuer Tom ein wenig enttaeuschend war nur, dass so wenige der Anwesenden wirklich Schweizerdeutsch sprachen. Aber auch so haben wir viele nette Menschen getroffen und den Tag voll genossen.

Ingrid und Francois fuehrten uns zu einem Sushi-Restaurant, wo Tom und ich gemeinsam mit ihnen unser erstes Sushi seit Muskat geniessen durften. Ausserdem wagten wir eine Partie Bowling, wobei ich nicht weiss, ob ich so gut bin oder meine Gegner einfach so schlecht waren Ratet mal wer gewonnen hat?!
Wir konnten sogar unseren ersten und zweiten Kinobesuch verzeichnen. Der Zweite war allerdings eher ein Versuch, die schlechte Filmauswahl vom ersten Mal auszubuegeln. Hat leider nicht zu 100% geklappt, obwohl mit Leonardo Di Caprio besetzt, war diese Wahl naemlich auch nicht viel besser... Wir probieren es dann in Europa nochmal...

Nun sind wir also vollgestopft mit zivilisationsweltlichen Eindruecken und bereit, uns wieder ins Abenteuer Afrika zu stuerzen. Unser Bike muss am Mittwoch fuer den Flug verpackt werden. Bevor wir dann 3 Tage Nichtstun geniessen, wartet noch der Tafelberg auf seine Besteigung.

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Gast Sonntag, 20 Oktober 2019
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