Three Pairs Of Underwear

Kapstadt - da sind wir nun!

Veröffentlicht von am in Blog_TPOU-Africa
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Beim Start vom Cape Agulhas fing es genau in dem Moment, als wir auf dem fertig beladenen Toeff sassen an zu regnen. Hatten wir es also doch noch geschafft, auch diesem Ort Regen zu bringen. Uns kommt es jedenfalls so vor, als ob uns eine grosse Regenwolke am Auspuff klebt. Ueberall wo wir sind, ist der Regen nicht weit. Gut es koennte auch im natuerlichen Klima-Rahmen liegen, den wir nicht so genau studiert haben...
Nach frischen Calamari zum Fruehstueck, hatten wir den Regen aber groesstenteils ausgesessen und starteten ganz entspannt zu unserer letzten Etappe Richtung Kapstadt. Und wenn ich sage entspannt, dann meine ich wirklich gemuetlich - wir sogen die Landschaft foermlich in uns auf und genossen jeden Meter Schotterpiste.

Eine davon fuehrte zum menschenleeren, weissen Sandstrand "Die Dam" welcher auf unserer Karte als Quoin Point markiert war. Er gehoert auch zum suedlichsten Kuestenstreifen um Cape Agulhas, es ist einsam und wunderschoen hier. Als wir zurueck zum Bike gingen, standen dann doch tatsaechlich ein paar Leute drumherum. Einer der Maenner war ganz aufgeregt, denn er und sein Sohn wollen sich zwei gleiche Motorraeder kaufen und waerend des Fussball-Worldcups durchs Land und von Spiel zu Spiel reisen. Eine super Idee finden wir und wuenschen tolle Eindruecke. Wir zogen weiter und verabschiedeten uns an der naechsten Abbiegung von unserer warscheinlich letzten Schotterpiste in Sued Afrika.


Ist dies unsere letzte Schotterpiste in Sued Afrika?

Spaeter hielten wir an einem Aussichtspunkt aufs Meer, wo man in der Saison Wale zu sehen bekommen koennte. Die Saison hier ist gerade zu Ende, doch wir hofften auf einen Nachzuegler, doch scheinbar sind diese Tiere ziemlich genau in ihrer Zeitplanung... dafuer konnten wir einigen Jungs beim Wellenreiten in der Bucht unterhalb zusehen. Sie haben unseren vollen Respekt, denn das Wasser ist a....kalt.

Wir folgten einer wunderschoen Strasse entlang der Berge zu unserer Rechten und des Ozeans zu unserer Linken nach Kapstadt. Die Sonne lachte uns an, die Wolken krochen durch die Berge, als haette man sie vom strahlend blauen Himmel in tiefere Regionen verbannt und die Farben waren umwerfend. Von weitem konnten wir schon die Skyline der Stadt erkennen. Das vorlaeufige Ziel unserer Reise ist in Sicht.


Kapstadt, gleich sind wir da...

Trotz Koordinaten konnten wir leider das Haus unserer Gastgeber (Francois und Ingrid) in Kapstadt nicht finden. Er kam aber nach unserem telefonischen Hilferuf und sammelte uns ein. Zu Hause angekommen, begruessten uns Ingrid und ein schwarzes Wollknaeul, ihr Scottie Melvin herzlich und wir konnten unser Zimmer mit eigenem Bad beziehen.
Toms Plan ist eine Woche hier zu bleiben, um unsere Weiterreise zu organisieren, ich denke wir werden wohl zwei Wochen bleiben. Aber zu erst sind wir nun vorallem gespannt, ob unsere neuen Paesse auch wirlich aus Pretoria hier eingetroffen sind.

Unsere erste Amtshandlung - nach spaetem Aufstehen am naechsten Tag - bestand aber hauptsaechlich darin, Waesche zu waschen und Adressen von Logistikfirmen fuer die Verschickung unseres Toeffs nach Ghana herauszusuchen.
Der Mittwoch startete recht vielversprechend, mit der Abholung unserer Paesse - sie lagen planmaessig fuer uns bereit.
Nach einem Telefonat mit der Landesvertretung von Ghana in Pretoria, haengen unsere Weiterreiseplaene aber ploetzlich am seidenen Faden und unsere Stimmung sank ein wenig. Die Sache ist naemlich Folgende: In Pretoria und in Windhoeck befinden sich nur High Comissions, die nicht zwingend berechtigt sind, Visas an Auslaender (die keine Aufenehaltsgenehmigung von mehr als 6 Monaten in Sued Afrika besitzen) auszustellen. Was in unserem Fall bedeutet, dass nicht sichergestellt ist, ob wir ein Visum bekommen und planmaessig weiterreisen koennen. Immerhin wurde uns aber angeboten, unsere Unterlagen zu pruefen. Um unsere Erfolgschangen zu erhoehen, baten wir unsere Botschaften um ein Empfehlungsschreiben. Was fuer die Schweizer kein Problem ist, bei der deutschen Botschaft aber erstmal auf Ablehnung stiess. Mit viel Wartezeit und etwas Ueberredungskunst sollte es aber hoffentlich auch hier moeglich sein.
Den Rest des Tages klapperten wir alle moeglichen Logistikunternehmen ab und baten um Angebote fuer die Verschickung des Bikes.

Die groesste Erkenntnis dieses Tages ist wohl, dass eine Verschiffung nicht in Frage kommt, sondern unser Toeff ebenfalls fliegen wird. Andernfalls ist die Zeitplanung einfach zu unsicher. Und zu allererst haengt das sowieso alles vom positiven Visaentscheid ab.

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Gast Sonntag, 20 Oktober 2019
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