Three Pairs Of Underwear

Muscat - Sur ... mit Umwegen

Veröffentlicht von am in Blog_TPOU-Africa
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Nun sind wir also wirklich unterwegs... und es faellt mir jetzt schon schwer die Erlebnisse und Begegnungen der letzten Tage zu begreifen. Nach 2 Tagen Camping sind wir nun in Sur - nein wir haben noch keine Piraten gesehen -
Nun muss mangels Costa Cafe mal ein Pizza Hut zum Schreiben herhalten, mal sehen wann sie uns vor die Tuer setzen
Aber ich fange mal von vorne an:
Am 9.7.09 sind wir also in Muscat am fruehen Nachmittag losgefahren mit dem Ziel in der naehe von Nizwa zu Campen um uns am naechsten Tag mit Aldo, einem Freund von Tom, an der Al Hoota Cave zu treffen. Mitten in Nizwa haben wir Ihn dann fast zufaellig getroffen, sind zusammen in einer Shisha-Bar eingekehrt und er bot uns an bei Ihm zu uebernachten - klimatisiertets Zimmer mit Dusche gegen Zelt... ok wir haben nochmals die Gelegenheit zum Ausschlafen genutzt .
Nach dem Aufwachen am 10.7.09 ging es dann also wie verabredet zur Al Hotta Cave Besichtigung. Die Hoehle ist ca. 4.5 Km lang davon sind 830 Meter fuer Besucher freigegeben. Wenn ich die englische Fuehrung mit arabischer Betonung richtig verstanden habe leben neben Fledermaeusen und Blindfischen Spinnen mit 8 Beinen (logo) und 8 Augen (?!) dort - muss ich jedoch nochmals klaeren...
Vor dem Hoota Cave - mit Aldo, dem Caveman (Chef da oben)

Nach Besuch des Hauseigenen Museums haben wir uns aufgemacht Richtung Jabel Shams - dieser Berg erhebt sich auf ca. 3000m befahrbar bis 2000m - da die Temperaturen inzwischen wieder um die 47 Grad erreichten, erhofften wir uns dort oben etwas kuehlere Luft zum Schlafen und natuerlich Panoramablick vor der Zelttuer.
Kleine verwirrte Wege fuehren oft zu schoenen Erlebnissen am Rande; Eine omanische Familie pflueckte bei der Vorbeifahrt frische Datteln auf ihrer Plantage. Bilder davon sind nun in der Gallery zu sehen - unter Oman. Auf dem Weg erregte unser Toeff, bei einem Stopp an einem kleinen Supermarkt, die Aufmerksamkeit einer kleinen Reisegruppe. Wir kamen ins Gespraech - sie seien aus Dubai und fuer das Wochenende zum Mountainbiken hier. Es stellte sich herraus, dass wir das gleiche Ziel fuer den Abend hatten. Sie luden uns zum BBQ (mit Schweinefleisch!) ein, da konnten wir natuerlich nicht nein sagen. Gemeinsam setzten wir also den Weg fort. Die Strasse schlaengelte sich den Berg hinauf und hinter jeder Kurve wurde es kuehler, als wir einen schoenen Platz gefunden hatten, zeigte das Thermometer nur noch angenehme 31 Grad an - was fuer eine Wohltat! Bei den Temperaturen in Deutschland oder der Schweiz kaum vorstellbar, aber man friert wirklich fast.
Nach dem Zeltaufbau begaben wir uns zu den Anderen, sie hatten schon Feuer entzuendet und Stuehle aufgebaut, ja sogar ein Kuehlbox mit kaltem Wasser und Bier(!) war vorhanden. Wir wurden hervorragend bekoestigt, mit Salat und Fleisch, sogar um Getraenke brauchten wir uns nicht kuemmern! Leider konnten wir selbst nichts beisteuern. Eine der Familien lebt teilweise in Suedafrika - wir haben mal Emailadressen ausgetauscht, vielleicht koennen wir uns dort dann mit Raclette revangieren...
Spaet abends frischte der Wind ziemlich auf und wir hatten kurz Angst um Unser Zelt aber es hat dank grosser Steine alles gehalten. Waehrend der Nacht lies der Wind nach und das Flattern der Zeltplane wich einer beeindruckenden Stille. Leider habe ich kaum geschlafen, ich denke das liegt an den Vielen Eindruecken des Tages und den ungewohnten Geraeuschen. Hinzu kommt, dass ich in meinem bisherigen Leben noch nie "wild" gecampt habe.
Am naechsten Morgen, wir schreiben den 11.07.09, entschaedigte allerdings die atemberaubenden Aussicht, bei immer noch 30 Grad. Wir verabschiedeten uns von den Anderen und machten uns auf zum naechsten Ziel, dem Wadi "Bani Khalid". Die Aussicht auf ein kuehles Bad am Abend in klarem Wasser stimmte uns froehlich. Leider war das Wadi aufgrund einer Baustelle nicht mit dem Motorrad erreichbar, belagert von Einheimischen (nicht auszudenken wenn ich dort im Bikini schwimmen gehe) und auch nicht so klar und schoen wie erwartet. Nach kurzer Krisensitzung entschlossen wir Ras al Jinz - ein Naturreservart fuer Schildkroeten- anzusteuern. Bei Toms letztem Besuch war es hier moeglich zu Zelten und Duschen waeren auch vorhanden. Am Reservart angekommen, mussten wir leider feststellen, dass Campen nicht mehr moeglich ist. Unterkunft fuer je 32 Rial pro Nase war uns dann doch etwas zu viel - die Reise hat ja grade erst begonnen... Wir entschieden uns also einen anderen Platz zum Schlafen zu suchen.
Auf einer Anhoehe auf dem Weg zu einem Nachbarstrand fanden wir auch ein schoenes Plaetzchen und selbst hier auf Fast Meereshoehe war es schon auf 29 Grad abgekuehlt. Bevor es richtig dunkel wurde haben wir schnell unser Zelt aufgebaut. Kochen und Essen mussten wir allerdings im Dunkeln - es gab Pasta mit Tomatensauce und Tuna, naechstes Mal versuchen wir es mal mit Tuna, Pasta und Tomatensauce .
Ein Hinweis an alle, die beim Run and Roll Day letztes Jahr in Bielefeld teilgenommen haben, die Stirnlampe die es dort fuer die Teilnahme gab taugt nichts! Aber unser Essen war wirklich lecker!
Heute morgen sind wir dann - nachdem ich wieder kaum geschlafen habe - um 5 Uhr aufgestanden und runter zum Strand marschiert. Der ganze Strand war aufgewuehlt und es gab Spuren ueber Spuren von Schildkroeten die zur Eiablage an Land gekommen waren. Wir konnten noch 7 oder 8 beim Buddeln beobachten. Es ist beeindruckend wie sich diese grossen Tiere anstrengen um sich an Land zu bewegen und sich dann wieder ins Wasser schleppen. Ich haette am liebsten von hinten geschoben und mit jeder Welle hab ich gehofft, dass sie die Schildkroete endlich erfasst und mit ins Meer zieht. Nun hoffen wir das wir auf dem Weg nach Salalah auch noch kleine Baby Turtles zu sehen bekommen, drueckt uns mal die Daumen wir stellen dann auch die Fotos ein, versprochen! 
Fast geschafft... - eine Schildkroete auf dem Weg zurueck ins Meer

Nun sitze ich also im Pizza Hut in Sur und schreibe waerend Tom neben mir schlaeft. Der Arme hat auch kaum geschlafen und muss die ganze Zeit fahren. Aber heute Abend nehmen wir uns dann ein Zimmer in einer Jugendherberge, nach 2 Tagen ohne Dusche - ich finde das reicht zum Ueben - duerfen wir uns das mal goennen.
Nachdem wir hier unser Visum fuer Oman nochmal 30 Tage verlaengert haben, koennen wir uns zum Glueck etwas Zeit lassen bis zum Grenzuebertritt uns oeffter mal ne Pause einlegen, hoffentlich pendeln sich die Temeparuren auch langsam mal um die 30 Grad ein. Zur Zeit haben wir naemlich schon wieder 40 Grad - zu warm um im Schatten zu liegen...
Jetzt hoffen ich mal das wir gleich noch ein Internetcafe zum Uploaden finden und freue mich auf meine Dusche heute Abend!
9.7.09: Muscat - Nizwa

10.7.09: Nizwa - Jabal Shams

11.7.09: Jabal Shams - Ras al Jinz
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Gast Montag, 21 Januar 2019
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