Three Pairs Of Underwear

Weihnachten

Veröffentlicht von am in Blog_TPOU-Africa
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Heute wollten wir uns mal in der Umgebung nach einen schoenen Plaetzchen fuer Weihnachten umsehen. So langsam wurde es ja Zeit, schliesslich war schon der 23. Dezember. Zusammen mit Markus hatten wir uns schon ein Weihnachtsmenue ueberlegt - Fondue Chinoise und Kaesspaetzle ala Markus. Tom und ich versuchten die Zutaten fuer unser kulinarisches Vorhaben in Kabale aufzutreiben. Einige der Lebensmittellaeden muteten sehr westlich an, hier gab es quasi alles, was in Dosen oder Glaesern erhaeltlich ist, doch leider alles in grossen Mengen und ziemlich teuer. Auf der Suche nach gutem Fleisch, frischem Gemuese und Mehl sowie Gewuerzen cruisten wir durch die Stadt. Und sie offenbarte uns ihre volle Schoenheit.

Kabale, einst eine wichtige Kolonialstadt

Neben den Haeusern im Kollonialstil, welche die Hauptstrasse saeumten, erstreckte sich ein Netz aus kleinen Gaesschen mit unmengen von kleinen Geschaeften. Eine dieser Gassen fuehrte unvermutet auf einen riesigen Marktplatz, wo buntes geschaeftiges Treiben fern ab von jeglichen Touristenpfaden herrschte. Waerend ich auf das Motorrad aufpasste, konnte Tom sich kaum satt sehen an all den Staenden. Fast alle Zutaten die uns noch zum Weihnachtsessen fehlten konnte er hier erhalten. Auch das Fleisch sah wirklich gut aus.


Darfs auch ein Kilo mehr sein?

Dann ging es raus aus der Stadt, hinauf in die Berge. Eine sandig, lehmige Piste fuehrte hinaus aus dem geschaeftigen Treiben der Stadt, hinein in die kuehle, ruhige Bergwelt. Auf einer Anhoehe war der Blick fei auf den den Lake Bunyonyi der mit seinen 2100 Metern Tiefe der tiefste See Ugandas ist und sogar der Zweittiefste Afrikas. Am Ufer des Sees lagen einige Unterkunfstmoeglichkeiten, die wir uns ansehen wollten. Das Bunyonyi-Overlandcam war das Groesste, aber der Mensch an der Rezeption auch der Unfreundlichste. Die Atmosphaere hier sagte uns irgendwie nicht zu und wir suchten weiter. Nach 2 weiteren Versuchen hatten wir unseren Platz gefunden. Ein kleiner Platz mit Schlafmoeglichkeiten fuer bis zu 16 Leute befand sich auch gleich am Wasser und war urgemuetlich. Wir konnten unser Zelt gleich am Ufer aufschlagen und machten es uns bequem.


Links unten am Ufer steht unser Zelt - man sieht es kaum, ist ja auch gruen

Am Weihnachtsmorgen mieteten wir uns ein kleines, blaues Ruderboot und paddelten auf den See hinaus. Ganz schoen wackelige Angelegenheit, aber dafuer konnten wir die Berge mal aus einer anderen Perspektive bewundern, wir kamen uns richtig winzig vor. Vom Wasser aus sahen wir wie die Anwohner entweder emsig auf den Feldern in Ufernaehe arbeiteten oder riesige Waescheberge wuschen. Es war ja Weihnachten und es schien, als wuerden sie nochmal alles so richtig herausputzen, sogar ein Bad wurde noch schnell im See genommen. Von hier aus konnten wir auch sehr gut das Overlandcamp einsehen, welches wir zuerst fuer die Weihnachtstage als Lager in Erwaegung gezogen hatten. Doch bei dem was wir dort sahen, waren wir sehr erleichtert, uns fuer den jetzigen Platz entschieden zu haben. Drei riesige Overland-Bus-Trucks waren dort geparkt und duzende von Zelten dominierten die Rasenflaeche des Seeufers. An dieser Stelle vielleicht eine Definition zu dieser, uns ganz neuen Form von Overlandern. In geroellstrassentauglichen LKW's werden Touren von Cairo bis Cape-Town fuer den "Massenindividualtourist" (meist Englaender) angeboten. Innerhalb von 3 bis 4 Monaten wird die Strecke und natuerlich alle Sehenswuerdigkeiten abgefahren. Abends werden die Zelte aufgebaut, es wird gekocht, anschliessend gesoffen und Party gemacht bis in die Morgenstunden. Am Morgen, meist schon um 7 Uhr ist der laute Spuk vorbei, die Zelte und Trucks sind verschwunden und zurueck bleiben muede Motorradreisende wie wir, dank der Schlaflosen Nacht. Natuerlich wiederspiegelt dies nur unsere Meinug, doch dafuer ziemlich genau... Wie dem auch sei, bei Toms Angelversuchen blieb leider erneut der erhoffte Erfolg aus. Aber fuer den Abend hatten wir ja bereits genug zu Essen besorgt:-)
Nach stundenlangem Geschnipsel, Geruehre, Spaetzlereiben-Basteln, Abschmecken und unter regelmaessigen Besuchen der anderen Gaeste (sie staunten ueber unsere Energie) gab es dann endlich ein richtiges Fondue Chinoise dazu fast richtige Kaesespaetzle mit caramelisierten Roestzwiebeln ;-) Hinter uns brannte ein Feuer im offenen Kamin - wir sangen sogar Lieder. Ein Weihnachten ganz ohne Baum, Geschenke oder Stress - schoen entspannt, wie Weihnachten ja eigentlich sein soll.


Oh stille mich du Froehliche.. oder wie war das - aeh...

Zwei entspannende Tage spaeter brechen wir nun auf in Richtung Ruanda - neues Land, wir sind gespannt. Uganda, danke!

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Gast Donnerstag, 18 Juli 2019
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