Three Pairs Of Underwear

Masai Mara Nationalpark

Veröffentlicht von am in Blog_TPOU-Africa
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02.12.2009 - Puenktlich um 6 Uhr krabbelten wir aus dem Zelt. Schnell wurde noch der Proviant verpackt und dann machten wir uns auf, die paar hundert Meter vom Camp zur Strasse zu laufen. Kaum angekommen, tauchte auch schon unser Fahrzeug auf. David, unser Fahrer fuer den Tag, begruesste uns freundlich und stellte uns Nelson, seinen Begleiter vom Stamm der Masai vor. Nach kurzer Fahrt erreichten wir das Eingangstor zum Park und als auch der Eintritt entrichtet war, durften wir endlich in den Masai Mara Park. Wir hielten nochmals fuer eine kurze Sicherheitseinweisung und Erklaerungen zum Ablauf. David wuerde fahren und Nelson wuerde hinten leicht erhoeht sitzen und nach Tieren ausschau halten. Unser Landcruiser war zu allen Seiten offen, wir waren also ganz nah am Geschehen. Dave ermahnte uns aber sitzten zu bleiben und, sollten wir auf Raubkatzen treffen, uns nicht zu stark zu bewegen. "Das Fahrzeug kennen sie, doch wenn sie die Siluette eines Menschen erkennen, koennte es eventuell brenzlig werden." mahnte er. "Ok, wird gemacht, David..."
Dann ging die Fahrt los. Kaum einige Meter gefahren, erspaete unser Fahrer 2 weisse Punkte auf einer Wiese und erklaerte uns, dass es sich dabei um Geparden handeln wuerde. Wir steuerten in Richtung der Punkte und - kaum zu glauben - er hatte Recht. Zwei Geparden sassen im Gras und waren sich noch nicht ganz sicher, ob sie sich ausruhen oder jagen wollten.
Zwei kraftvolle weisse Punkte...

Ein anmutiger Anblick. In den naechsten 2 Stunden wurden wir mit Wildlife wirklich verwoehnt. Wir entdeckten eine Leowin, die gerade ihre einige Wochen alten Jungen von einem Lagerplatz zum Anderen trug, wenig spaeter kreuzte ein riesiger Elefant unseren Weg. Auch Bueffel, Gnus, Zebras und Gazellen jeglicher Art waren unweit unseres Weges zu finden. Giraffen und Strausse liessen sich ebenso ablichten, wie der groesste fliegende Vogel Afrikas. Spaeter wurde es nochmal richtig spannend, als wir ein Loewenrudel entdeckten und einige Zeit hielten, um sie zu beobachten. Eine Loewin wurde von vier Loewenkindern im Alter von ca. 3 Monaten auf Trapp gehalten. Ein Loewenmaenchen kam geradewegs auf unser Auto zu und blickte uns dierekt an, zwei Meter vor unserem Wagen drehte er leicht ab und passierte den Weg gleich vor uns.
Wildes Kaetzchen in der Masai Mara

Gegen Mittag wurde die Fahrt noch ziemlich holperig, wir durchquerten einen Fluss um auf der anderen Seite durch dichtes Buschwerk zu fahren. Immer wieder mussten wir uns in die Mitte des Wagens lehnen, damit wir nicht von den Aesten gesteift wurden. Oberhalb eines Flusses hielten wir fuer ein Picknick. Garnicht weit weg hoerten wir Nilpferde bruellen und wollten schon wieder ins Auto springen, doch unsere erfahrenen Begleiter versichterten uns, das diese Kollosse weit unten im Fluss waeren und uns nicht gefaehrlich werden. So genossen wir unsere Pause mitten im Busch und liessen uns unsere Brote schmecken. Nach der Staerkung ging es wieder durchs Buschwerk, nun waren wir auf dem Weg zum Mara River, auf der Suche nach Leoparden. Unterwegs entdeckten wir Dikdiks und eine Affenhorde. Am Fluss angekommen, stolperten wir ueber die "Toilette" eines Spitzmaulnashorns. Diese sind sehr selten und scheu, wir hoffen aber noch eins zu Gesicht zu bekommen. Aber im Fluss bot sich uns vorerst ein Anblick, der uns staunen lies. Nilpferde ueber Nilpferde goennten sich ein Bad im kuehlen nass. Wahnsinn wie gross die sind und es waren so viele.
Dicke fast-Schwimmer im Mara River - Beiwohnen nicht empfohlen

Ganz besonders hat es mich gefreut als wir in mitten einer Herde Elefanten verharrten und sie beobachten konnten. Viele Elefantenkinder waren dabei, einer war grade einen Monat alt - einfach zu suess! Gegen 17 Uhr hatten wir schon fast wieder das Gate erreicht. Gluecklich und total muede freuten wir uns nun auf die zweite Haelfte unserer Ziege und gemuetliches Zusammensitzen am Lagerfeuer.
Herzlichen Dank nochmals an Claudia und die Hilltop Lodge fuer einen tollen Fahrer, ein super Auto und einen unvorstellbar schoenen Tag. Vielen Dank, dass ihr das moeglich gemacht habt!
Eigentlich wollten wir am naechsten Tag weiter fahren, doch der Abend gestern war lang und die Safari hatte uns ganz schoen geschafft. So schliefen wir also erstmal aus und genossen ein ausgiebiges Fruehstueck. Fuer die Weiterreise nach Uganda hatten wir eine Wegaufzeichnung von anderen Motorradreisenden auf dem GPS. Da es sich um eine Offroadstrecke gleich entlang des Nationalparks handelt, wollten Tom und Markus einen Teil ohne Gepaeck schonmal abfahren, um zu sehen ob es fuer uns voll beladen machbar ist. Da es mich ja schon laenger reizt mal selbst Toeff zu fahren, kam mir die Idee, unsere Campcrew zu fragen, ob sie nicht eine 125er vermieten wuerden. Auch Robin wollte mal fahren und so kam es, dass wir am Nachmittag zu viert zur Testfahrt aufbrachen. Bei Robins "Flyboy" war die Batterie defekt, so musste er immer den Kickstarter nutzen, dafuer funktionierte bei meiner "Skygo" die Vorderbremse nicht. So ging es also mit chinesischen Qualitaetsprodukten, unter besten Voraussetzungen los ;-)
Chinabikes auf Abwegen... aber der Helm ist klasse ;-) da lob ich mir meinen Arai Tour X-3

Die erste Herausforderung war schon der Weg zur Hauptpiste, denn der Track hinunter war sehr ausgefahren. Doch das war natuerlich kein Problem... :-) Die Holperhauptstrasse zum naechsten Dorf war auf dem eigenen Mopet viel angenehmer zu fahren, als hinten auf der BMW. Im Dorf stoppten wir kurz, um die richtige Piste anzuvisieren. Sofort standen wieder 20 oder 30 Leute um uns herum, wie meistens, wenn wir mit unserem Bike irgendwo anhalten. Ein Masai war wohl besonders hartnaeckig, jedenfalls sah ich ploetzlich nur noch eine Staubwolke und etwas rotes darin verschwinden. Tom hatte diesen Herrn hinter sich auf dem Bike und mal einen richtigen Turbostart hingelegt unter Beifall und Gegroele der uebrigen Zuschauer. Als der Masai wieder abgestiegen war, ging es aber endlich los in Richtung Buschland. Auf hartgetrockneten Wegen ging es also zwischen den Bueschen entlang, obwohl es fuer mich die erste laengere Fahrt auf dem Moped werden sollte, klappte es schon ziemlich gut. Auch die sandigen Passagen liessen sich mit dem leichten Bike gut meistern. Wir kamen allerdings recht langsam voran - doch sogar eine Flussdurchquerung stand auf dem Plan.
Na wer ist schoener? Und wer sieht professioneller aus?

Etwas mulmig war mir schon, doch es klappte einwandfrei. Die Wolken hingen schon eine ganze Weile bedrohlich ueber uns und es dauerte nicht lange, da setzte der erwartete Regen ein. Gleich wurde der Boden lehmig und rutschig. Nach ungefaehr der Haelfte der Strecke erreichten wir ein ziemliches Schlammfeld und entschieden umzukehren. Da wir schon bis auf die Haut nass waren, bogen wir an einem Hinweisschild zu einem Camp ab, um uns bei einem Kaffe aufzuwaermen und darauf zu hoffen, dass der Regen nachlaesst. Leider gab es kein Restaurant mehr, denn das Camp war schon halb abgebaut - es soll in die Serengeti umziehen. Wir sahen aber wohl so bemitleidenswert aus, dass uns die Campmitarbeiter in ihre Kueche einluden und uns in einem riesigen, verrussten Kessel eine grosse Kanne Kaffe kochten.
Schatz ich will auch so ne Kueche! Und der Kessel ist ein Muss...

Als wir ausgetrunken hatten, waren wir zwar noch nicht trocken, aber der Regen hatte nachgelassen und wir entschieden uns den Rueckweg anzutreten. Natuerlich war es an vielen Stellen noch immer ziemlich rutschig und der Track, den wir fuer den Ruekweg gewaehlt hatten, war nicht unbedingt einfacher... Diesmal durfte Tom zweimal durch den Fluss fahren - einmal mein Bike und dann unser, denn mich hatte etwas der Mut verlassen.
Sicher erreichten wir dann das Dorf, kauften noch ein paar Getraenke ein.
Wie vorm Aldi - ja ist denn schon wieder Mittwoch?

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit trafen wir wieder in unserem Camp ein. Sollte es morgen nicht regnen, werden wir diesen Weg entlang des Nationalparks einschlagen. Dann gehts richtung Kisumo, wer weiss, eventuell statten wir der Grossmutter von Obama einen Besuch ab um dann Kenia in Richtung Uganda entgueltig zu verlassen.
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