Three Pairs Of Underwear

Ankunft in Sana'a

Veröffentlicht von am in Blog_TPOU-Africa
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Ganz aufgeregt sind wir also, nachdem wir herausgefunden haben wie die Busgesellschaft mit dem Tieger auf arabisch heisst endlich zu dem Office selbiger gefahren. Tom und ich hatten schon ganz nasse Haende vor Aufregung - wir hatten zwar sorgfaeltig das Mopet in den Bus eingeladen hatten und mit Liebe festgezurrt, aber hier in Sana'a wurde es heute morgen von groben Busfahrerhaenden und wer weiss wem sonst noch ausgeladen. Und wer weiss wo es nun steht, einsam und alleine?
Endlich an dem Buero angekommen konnten wir es erst auch nicht sehen, aber es stand - direkt in dem Buero vor dem Tresen. Hmmm, gute Werbung eigentlich oder? Discount?
One happy family

Gemeinsam mit Alice, die zum Glueck fliessend arabisch spricht, gingen wir zu dem netten Herrn hinter dem Tresen und fragten nach unserem Gepaeck. Siehe da, auch hier ist alles ankekommen! Lediglich eine klitzekleine Tasche mit 2 Spanngurten und unserer Waescheleine, die wir leider neben den Motorrad im Bus haben liegenlassen, ist nicht wieder aufzufinden. Nachdem Alice alles fuer uns gefragt und geklaert hatte, bekamen wir noch eine DVD und ein Prospekt ueber den Islam ausgehaendigt - fuer jeden ein Exemplar natuerlich - man muss ja informiert sein.
Dann halfen uns unser netter Taxifahrer und Alice das Bike die 3 Stufen vor dem Eingang hinunter zu manoevrieren die Koffer wurden aufgeladen und dann konnte es zu unserer Unterkunft - Alice's zu Hause gehen. Wie einfach doch alles geht wenn jemand die Sprache spricht.
Am Haus angekommen meinte Alice:"Ich wohne im 4ten Stock." Juhu, also die Kisten nach oben schleppen, nein es gab keinen Fahrstuhl! Eigentlich sind wir ja nicht so schlappies aber Sana'a befindet sich auf ueber 2200m ueber dem Meer, da merkt man dann doch die duenne Luft und vielleicht auch das fruehe Aufstehen?!
Wir haben jedenfalls erstmal Schlaf nachgeholt...
Am spaeten Nachmittag sind wir dann aber doch wieder erwacht und da wir auch ein wenig Hunger verspuerten ging es mit Alice ins alte Sana'a. Das Bab al Jemen ist von einer Stadtmauer umgeben und wir betraten es durch das grosse Eingangstor. Bab al Jemen besteht wesentlich aus wunderschoenen Gebaeuden, meisst aus Lehm gebaut.
Der Eingang zum Bab al Jemen

Es wurde langsam dunkel, die engen Gassen waren voller Menschen, trotz der Enge draengten sich die hier ueblichen kleinen 125 Hondas (Motorraeder) durch. Gebremst wird nicht nur gehupt...Es reihte sich Verkaufstand an Verkaufsstand und ueberall eilten Kinder mit Schubkarren durch, diese Transportmittel dienen als mobile Verkaufsstaende fuer Obst und Aehnliches. Wir waren ueberweltigt von dem bunten Treiben in dem wohl schoensten Souk den wir je gesehen haben. Wir kamen zu einem Platz mit Baenken und verschiedenen Foodstaenden - er traegt den Namen "Platz zum hinkenden Esel". Jedenfalls gab es richtig guten Fruitjuice und ne Menge leckerer gegrillter Sachen

Jummy lecker! Viel Betrieb im Souk

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir uns gestaerkt hatten, spazierten wir durch den Rest des Souks. Uns fiel auf, dass er in Bereiche aufgeteilt ist. Ein Gang fast nur mit Schuhen dann folgten Kleider-, Weihrauch- und Gewuerzstaende sowie Datteln - dazwischen immer wieder Obst und Gemuesehaendler. Dann bogen wir ab in einen Bereich wo die (fuer uns bisher "omanischen") Krummdolche hergestellt wurden. Die Verkaufsraeume waren gleichzeitig Werkstaetten leicht groesser als Schuhkartons - naja etwas groesser, vielleicht 2 mal 1,5 Meter. Hier sassen Kat-kauende, aber ausserordendlich talentierte Handwerker bei der Arbeit. Wir fuehlten uns wie ins Mittelalter zurueckversetzt. Die Atmosphaere war bezaubernd.

Auf dem Weg zurueck haetten wir uns fast verlaufen in all den Gassen, dann wurde es zusaetzlich ploetzlich stockdunkel - der Strom war ausgefallen. Ueberall wurden kleine Benzingeneratoren vor den Laeden aufgestellt, so waren wenigstens die Waren wieder beleuchtet. Scheinbar kommt es hier haeufiger zu Stromausfaellen. Auch wir waren dank Alice vorbereitet und hatten unser Lampe dabei. So fanden wir letztendlich den Weg hinaus aus dem Souk-Labyrint. Auf dem Rueckweg kamen wir an einem reissenden Fluss mitten in der Stadt vorbei. "Hierbei handelt es sich allerdings um eine Strasse! Immer wenn es ein wenig regnet bildet sich ein manchmal unpassierbarer Fluss. Daher wird die Strasse hier in Sana'a the River genannt." Erklaerte uns Alice.
The Rivertstreet...

Ein Imposanter und aufregender Tag geht zuende. Wir sind gespannt was Sana'a uns noch zu zeigen hat.
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Gast Mittwoch, 19 Juni 2019
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