Three Pairs Of Underwear

Two Bike or not to Bike – (Töff oder nicht)?

Veröffentlicht von am in Blog_TPOU-BackFromRoots
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Mal eben zwei Motorräder im Oman kaufen und damit zurück in die Schweiz fahren. Klingt einfach, oder? Naja, ganz so schwer ist das auch nicht; zumindest das Kaufen - aber dann geht’s erst so richtig los. 

Unsere beiden Mädels kommen zwar aus Indien, wurden aber von unserem Royal Enfield Händler (Ani) in Muscat beim Importeur in Dubai abgerufen. Das heißt zunächst kam mal ein Töff in Muscat an. Die 10 Tage, die Tom vor mir im Oman angekommen ist hat er fleißig genutzt, um alles zu arrangieren, damit wir bei meiner Ankunft einen fahrbaren Untersatz haben.

Besser konnte das Timing gar nicht sein. Am Abend spät reise ich in Muscat an. Natürlich schlafen wir beiden mal wieder aus uns werden am Morgen – so gegen 9 Uhr von Ani´s Anruf geweckt.

 

„Wenn ihr schnell hier seid, können wir das erste Bike heute auf euch zulassen.“ Sagte er euphorisch. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen, raus aus dem Bett, schnell etwas Greifbares anziehen uns los geht´s.

Kaum bei Ani angekommen, hüpfen wir ins nächste Auto und auf geht’s zur Royal Omani Police - Zulassungsstelle.

Doch kaum im Gebäude, stellt sich Tom ein stämmiger Polizist in den Weg. So könnte er hier nicht rein. Tom schaut an sich herunter – er trägt Shorts und keine lange Hose. Da wird also nun ausnahmsweise mal der männliche Part herauskomplimentiert – nicht ich weil ich kurze Ärmel trage oder so :-)

Hmm, dumme Situation, die Zeit bis zum Polizei-Feierabend drängt und wenn wir das Bike heute nicht anmelden können geht es erst wieder in zwei Wochen.

Also schnell ins Auto, auf in den nächsten Carrefour und eine lange Hose kaufen.

Schnäppchen für 1.5 Rial (3 Euro)

Sichtlich zufrieden winkt der Polizist Tom in seinen feschen Designer-Hosen nun freundlich in die Zulassungsstelle hinein. Zehn Minuten später ist es tatsächlich geschafft und wir sind offiziell Besitzer unserer ersten Royal Enfield. 

Ganz so einfach sollte das bei dem zweiten Töff nicht werden. Beginnen tut es damit, dass der Töff nicht geliefert wird. Immer wieder werden wir vertröstet. Ganze drei Wochen fahren wir zu Zweit auf der Enfield herum, was wirklich nicht sonderlich bequem ist. Dann ist es endlich soweit, die Neue ist da. Aber zwischenzeitlich haben sich die Gesetze geändert – Fahrzeuge mit Mattlack (und dann auch noch in Militärpolizeifarbe) können nicht mehr zugelassen werden. Es hilft auch nicht, dass wir ihnen sagen, dass wir vor kurzem ein identisches Motorrad anmelden konnten. Der freundliche aber bestimmte Kommentar der Zulassungsstelle: “Das geht nicht, das andere Motorrad muss abgemeldet werden, bringt das Kennzeichen zurück!“ 

„Schluck!“ Nach einigen Verhandlungen – bangen Momenten von uns und guten Connections von Ani drückt man glücklicherweise nochmal ein Auge zu – die zweite Maschine kann zugelassen werden.

Somit sind unsere beiden Royal Enfield Desert Storm in Beige die zwei Einzigen die im Oman herum fahren. Und ich bin sehr froh, dass ich nun nicht mehr hinten drauf sitzen muss.

Endlich zu zweit. 

Diese Freude währt allerdings nur kurz. In den kommenden Wochen steht entweder das eine oder das andere Bike irgendwo in Muscat. Entweder bei Ani oder beim Schweißer – der unsere Gepäcksysteme bauen soll.

Unzähligen Fahrten zwischen Muscat und Al Sawadi (ca. 80 km ein Weg) sind nötig um all die Kleinigkeiten zu erledigen, die vor der Abreise nötig sind. Kurze Auflistung: Ölwechsel, einige Schrauben ersetzten (losgerüttelt), ein Schloss an der Toolbox erneuern (losgerüttelt / verloren) Öl-Leck Beseitigungs-Versuch, Dichtungen ausgetauscht, Auspuff gewechselt, Motorschutzblech basteln, Sturzbügel montieren, Laderegler-Halterung wieder zusammen schweißen (die Erste), Versuch den Schiefstand an Toms Töff zu beseitigen (das hintere Schutzblech schleift am Reifen), Ersatzteilbesorgung, Ersatzreifen beschaffen... 

Erst am letzten Abend bevor es los geht, können wir meinen Töff mit fertig montiertem Gepäcksystem beim Schweißer abholen. Netterweise macht man uns noch darauf aufmerksam, dass an dem Töff etwas lose ist, was nicht los sein sollte.

Der Laderegler zur Batterie ist diesmal bei der Schweißstelle am Rahmen abgebrochen. Wir entscheiden uns das Problem später zu beheben und befestigen den Regler notdürftig mit Draht.

Den darauffolgenden Tag sind wir bis spät Nachmittag mit Packen beschäftigt – danach müssen wir uns natürlich von allen liebgewonnenen Menschen in Al Sawadi verabschieden bis es dann los geht nach Muscat zu einem letzten echt zivilisierten Abendessen. – Jummy!  

Am nächsten Tag besteigen wir die Fähre nach Khasab. <Back to the Roots – zurück zu den Wurzeln>

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Kommentare

  • Gast
    Gerald Freitag, 05 Juli 2013

    Lose Schrauben

    ....und Schweißnähte die brechen! Das kann ja heiter werden. Schafft Ihr es damit bis nach Europa?

  • Nina
    Nina Mittwoch, 10 Juli 2013

    En Shallah

    Hey Gerry, so lange der Motor brummt ;-)

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