Three Pairs Of Underwear

Shibam und Saiyun - Sana'a

Veröffentlicht von am in Blog_TPOU-Africa
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Am Morgen des 26.07.09 wurde uns das bestellte Fruehstueck auf Zimmer gebracht. Welch ein Luxus, ausschlafen und Fruehstueck ans Bett aber den Service in den noch guten Hotels kann man ja ruhig mal nutzen... Wir hatten richtig gemuetlich gegessen und schmiedeten grade Plaene, wie wir diesen Tag am besten nutzen, da rief die Rezeption an. - Inzwischen war es 11 Uhr - sie wollten uns mitteilen, dass die Polizei schon seit 2 Stunden in der Lobby auf uns warten wuerde. Wir waren etwas ueberrascht. Tom ging nach unten um die Lage zu checken - meine Verschleierung haette in der Eile zu lange gedauert.
Nach einer Weile kam er wieder und berichtete: "Das Hotel hat uns bei der Polizei vorschriftsmaessig angemeldet. Sie haetten gedacht wenn wir um 9 Uhr fruehstuecken, dann wuerden wir anschliessend bestimmt die Stadt ansehen wollen und sie haetten uns Begleitschutz gegeben." Er hat uns mit den Herren auf 14 Uhr verabredet.
Als wir wie verabredet gegen 14 Uhr starten wollten, richtet man uns vom Hotel aus, wir sollten schon mal nach Schibam vorfahren, die Polizisten wuerden uns dort treffen. Gesagt getan, in Schibam bei den beruehmten Lehmhochhaeusern angekommen, war noch keine Polizei zu sehen, also gingen wir schon mal auf eigene Faust los und schossen ein paar schoene Fotos. Der Ort war fast Menschenleer, keine Touristen nur aus den Haeusern konnte man hier und da die Stimmen der Bewohner hoeren. Irgendwo lief ein Fernseher und hinter den Vorhaengen mancher Haeuser riefen Kinder:"Sora, Sora" was Foto, Foto bedeutet. Sie versteckten sich dann aber schnell wieder. So machen die sich also ihren Spass mit den Touristen.
Kurz bevor wir unser Motorrad wieder erreicht hatten, kamen 2 bewaffnete Maenner auf uns zu. Gluecklicherweise erkannte Tom in ihnen die Polizisten vom Morgen wieder. Sie hatten unser Motorrad eingeparkt, aufgepasst und auf uns gewartet. Nun waren sie bereit, uns eine persoenliche Stadtfuehrung durch Shibam und Saiyun zu geben.
Erst ging es in das benachbarte Hotel, um etwas zu trinken. Hier im Hadramautgebiet sind nicht nur aufgrund der Sicherheitssituation im Jemen zur Zeit keine Touristen, sondern es ist auch zu heiss, wurde uns erklaert. Die beiden Beamten fuhren mit uns um die Lehmstadt herum und zeigten uns die schoensten Plaetze zum Fotografieren. Mit Yahya, einem der beiden Polizisten, bestiegen wir einen Aussichtspunkt auf einem Berg nahe der Stadt. Ein toller Blick auf Shibam! - Vor einigen Monaten zuendete nicht weit von diesem Platz eine Bombe der Al Kaida und riss 5 Koreaner in den Tod. Komisches Gefuehl.
Wir besichtigten an diesem Tag noch ein altes Hotel und sahen uns alt Saiyun an. Yahya erwies sich als informierter, motivierter und hilfsbereiter Fremdenfuehrer.
Office der Tourist Police in Saiyun...

Es ging zur Polizei, um unser Visa auf 3 Monate zu verlaengern. Danach brachte er uns zum Tourist Police Office, welches sich in einem Museum mitten in der Stadt befindet. Ein Kollege lag in dem kleinen muffigen Raum in einer Ecke auf dem Boden kaute Kat. Wir wurden hinein gebeten, breiteten unsere Jemen-Karte aus. Daraufhin wurden einige Telefonate gefuehrt um unsere weitere Route nach Sana'a abzuklaeren. Wieder schien ein kein Weiterkommen zu geben. Der Weg nach Aden ist wie bereits in Mukalla bekanntgegeben nicht frei fuer uns. Aber durch das Marib Gebiet geht es auch nicht weiter. Marib ist fuer Auslaender komplett Sperrgebiet. Fuer uns gaebe es nur 2 Moeglichkeiten: Abwarten oder mit dem Flugzeug nach Sana'a. Und das Bike? Unser Toeff koennte Bus fahren oder auf einen Pick-Up geladen werden... Auch hier erwies sich Yahya wieder als sehr hilfsbereit! Den Bus hielten wir fuer unmoeglich, ist ja kein kleines Bike .
Also klapperte er mit uns die Transportgeschaefte ab. War doch irgendwie nicht das Richtige und er uberzeugte uns doch mal beim Busstop vorbeizufahren, probieren kann man es ja mal.
Koennte es vielleicht doch passen? Yahya und Tom am Bus

An der Busstation angekommen wartete bereits ein Bus auf seine Abfahrt, so konnten wir direkt ausprobieren ob das Bike hineinpasst. Unerwarteter Weise, kein Ding der Unmoeglichkeit... Das Hinterrad war schon im Bus verschwunden, allerdings sollte es ja noch nicht heute verladen werden. Ausserdem musste das Fenster demontiert und die Federgabel tiefer gestellt werden. Doch wir waren guter Dinge, dass es so dann passen wuerde - en shallah. Die Moeglichkeit unser Toeff mit dem Bus reisen zu lassen erschien uns ausserdem als die Beste, denn so wuerde man es unterwegs auch nicht sehen koennen, was die Gefahr von Diebstahl oder Aehnlichem in unseren Augen minimieren wuerde.
Nachdem das also quasi geklaert war, ging es zu einem Buero der Felix Airlines um einen Flug nach Sana'a zu organisieren. Auch das war relativ einfach wir konnten noch freie Plaetze ergattern fuer den uebernaechsten Morgen - mit einem Zwischenstopp in Aden, so konnten wir uns diese Stadt wenigstens von oben ansehen
Am naechsten Abend war es also soweit. Der Toeff soll das erste Mal bisher alleine - also ohne uns - verreisen. Am naechsten Abend waren wir bereit dafuer und demontierten die Scheibe, legten das Bike tiefer und schraubten etwas am Lenker rum. Toll - es passt in den Bus und konnte auch noch gleich richtig festgezurrt werden. Wie erwaehnt - es fuehlt sich schon ein wenig komisch an, das Bike allein auf die Reise zu schicken. Es ist das erste Mal fuer uns vorallem fuer Tom, einen Weg nicht gemeinsam mit dem Toeff zurueckzulegen. "Es wird schon alles gut gehen", redeten wir uns guten Mutes zu.
Frueh aus den Federn hiess es am naechsten Morgen. Viel zu berichten zum Flug gibt es nicht, wir haben gut geschlafen, Bilder von Aden aus der Luft gemacht und weitergeschlafen !
Alice, eine Bekannte von Tom aus dem Oman Dive Center, holte uns am Flughafen ab. Der erste Weg mit dem Taxi ging natuerlich nicht zu ihr nach Hause, sondern... zum Toeff! Wir waren ganz aufgeregt ob denn auch alles angekommen ist in Sana'a.
Doch seid gespannt... mehr Infos dazu im naechsten Blog.
26.7.09: Shibam und Saiyun - Sana'a
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