Three Pairs Of Underwear

Wieder mal "nur" ein kurzes Hallo aus Nepal

Veröffentlicht von am in Blog_Tomsride
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Jaja, ich lebe noch - und wie! Gebs hiermit auf dem Notebook die Schuld fürs lange Nichtmelden zu geben (funktioniert übrigens auch nach weiteren 2! Reparaturversuchen von Seite Sony kein bisschen besser - es wurde nämlich nichts - aber auch gar nichts - daran gemacht, kriegte aber verschiedenste Gründe dafür. Die nächste Sonyservicestelle erreiche ich nun in rund zwei Wochen, da sei nun alles arrangiert... bin gespannt, genug aber dazu für den Moment - sitze halt wieder mal in einem ultralangsamen Internetkaffee und hacke die paar Zeilen so ein...

Die Passage Iran-Pakistan-Indien lasse ich nun für den Moment aus und schreibe ganz bescheiden über die vergangen Wochen in Indien. Im Moment befinde ich mich kurz nach der Grenze von Nepal, wieder in Indien. Habe vo in den nächsten Tagen die höchsten befahrbaren Strassen der Welt zu erzwingen, was mich und meine GS auf bis zu 5620müM bringen wird. Bin ja selbst gespannt wie die Maschine und der Fahrer mit der Höhe umgehen werden….

Irgendwann mal kommen aber auch die versprochenen Nachträge der ausstehenden Etappen, en shallah...

 

Der letzte Eintrag wurde in Cochin (Südindien) geschrieben. Zwei volle Tage verbrachte ich in dieser Stadt - habe aber nur das nötigste davon gesehen, denn: Als ich am zweiten Tag am späten Vormittag losdüsen wollte, klopfte es an der Hotelzimmertuer. Draussen war ein kleiner Inder, der kopfschwenkend etwas von einem Filmstudio, einem grossen Film und benötigten Stimmen von Ausländern quasselte. Langsam begriff ich was er wollte: Ich solle meine Stimme für einen lokal "gossen Bollywood Film" zur Verfügung stellen. Mit der Aussicht auf eine weitere interessante neue Erfahrung willigte ich ein und fuhr mit ihrem Auto zum Fort-Cochin wo weitere drei "Opfer" für denselben Zweck gefunden wurden. Eine Australierin, eine Isrealitin, ein Neuseeländer und meine Wenigkeit waren nun also auf dem Weg zum Studio. Was sich uns präsentierte war voll professionell. Ein echtes Ton-Studio, mit einem Mikrofon in der Mitte des Zimmers und einer grossen Leinwand vor uns. Vier Stunden später waren dann alle Ausländischen Stimmen im Kasten. Bin gespannt was daraus wird - soll ab Anfangs August unter anderem auch in Dubai im Kino gezeigt werden - jedoch ausschliesslich in Hindi...

Natürlich gibt es aus Cochin noch vieles mehr zu berichten, wie über den Super Reifen-Transport-Service für einen neuen BattleWing 502, oder den freundlichen Empfang durch William.

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William mit seiner Familie und den für mich gemalten Tulpen

 

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Sonnenuntergang vor dem Fort-Cochin

 

Irgendwann später mehr dazu... Machte mich anschliessend auf in Richtung Osten in die kühle Höhe. In Munnar, bekannt für die endlosen Tee- und Gewürzplantagen, konnte ich mich das erste mal seit Monaten von der stetig wirkenden Hitze erholen. Angenehme 20 Grad - jedoch meist verbunden mit Regen - liessen mich das Leben so richtig geniessen.

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Der fast erntefrische Tee schmeckte ausgezeichnet!

 

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Viel Tee da…

 

Doch viel Zeit gönnte ich mir da nicht, denn Fabienne - die Freundin von Urs (siehe Blog aus Portugal) - kam am 27. Juni in Chennin an, und wir haben uns bereits vor Monaten für ein Chicken-Curry da verabredet. Mehr oder weniger auf dem schnellsten Weg ging es also auf in die unattraktive Metropole von Ostindien.

Ich liess es mir dennoch nicht nehmen, zuvor noch einen Abstecher bis fast nach Sri Lanka zu machen. Es gibt da nämlich fast eine Landbrücke zwischen Indien und der im SüdOsten gelegenen Insel. Nur rund 50km Meer trennen heute Tamil Nadu (Staat in Indien) und den Norden von Ceylon voneinander. Ohne lange Pause ging es jedoch schnell weiter.

 

Die Hetzerei hatte sich alleweil gelohnt - die Ausfahrten nach Pondicherry und in die Stadt zusammen mit Fabienne waren grandios. Echt toll zu zweit unterwegs zu sein, wieder mal Schwytzerdütsch zu sprechen und über die lokalen Leute zu lästern. Macht einfach mehr Spass zu zweit – musste ich wie befürchtet erfahren.

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Knapp vier Tage verweilte ich also in Chennin, bevor ich die Strecke nach Nepal in Angriff nahm. Mit dem Willen was von diesem Himalaya-Land zu sehen bevor ich wieder zurück nach Oman steche, raste ich die meist langweilige Strecke bis zur Grenze in knapp zwei Tagen.

 

Irgendwie ist in der Zwischenzeit nun auch mir Indien echt auf den Nerv gegangen. Stets versuchte ich zwar mir einzureden die Leute sind toll da, doch mit immer und überall im Mittelpunkt des Interessens hatte auch ich nach drei Wochen zu kämpfen. Überall die selben Fragen: "How much the bike?", "Where you from?", und und und. Dies immer mit bis zu hundert Schaulustigen, die sich innerhalb von Sekunden überall im Land um das Motorrad gesammelt haben. Von den meisten wird man einfach nur angestarrt, als käme man von einem anderen Planten - was aus Ihrer Sicht auch ein Wenig stimmen mag.

 

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Auf der anderen Seite hatte ich auch sehr gute und schöne Erfahrungen gemacht, doch nach drei Wochen war ich irgendwie froh aus dem Mittelpunkt zu entweichen. Nepal - so sieht nun meine Lösung für dieses Problem aus. Mahr zu diesem eindruecklichen Land beim naechsten Mal....

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Gast Dienstag, 26 März 2019
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