Three Pairs Of Underwear

Jabadabadu!!! Ich hab mein Saudi Visa - trallala...

Veröffentlicht von am in Blog_Tomsride
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Gut ausgeschlafen geht’s am Mittwochmorgen zuerst aufs Konsulat von Saudi Arabien. Bei meiner Ankunft werde ich umgehend auf 1:00 Uhr Nachmittags vertröstet – doch so schnell gebe ich hier nicht auf. Auf einem Stapel rund 5m hinter der dicken Glasscheibe entfernt erkenne ich einen roten Pass. Eine Farbe die auf diesen Stapel’s hier kaum anzutreffen ist. Insistierend bleibe ich vor dem Schalter stehen und deute auf meine stolze Entdeckung. Prompt kriege ich mein lange ersehntes Saudi Visa – so zu sagen frisch von der Presse. Sechs Wochen intensives bangen, ohne zu wissen ob ich es schlussendlich kriegen werde.

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Nun ist es hier: Ein offizielles Touristenvisa für einen 30tägigen Aufenthalt. Die sechs Wochen waren eine lange Zeit – und setzte meinen blauäugigen Zeitplan um ganze vier Wochen zurück. Rückblickend kann ich aber auch darüber froh sein – konnte in diesen sechs Wochen auch viel Erleben. Die erste Rundreise nach Sinai und Jordanien war äusserst interessant und abenteuerlich. In der Zweiten in den Süden konnte ich viel über das Land und die Leute lernen. Kriegte sogar was von der ägyptischen Geschichte mit – was sonst nicht wirklich mein Ding ist.
Nun, die Reise kann nun endlich weitergehen. Das Ticket für die Fährüberfahrt habe ich bereits vor zwei Tagen gekauft. Hatte zwei Möglichkeiten. Entweder mit einer normalen Fähre von Safaga nach Dubbah - oder jedoch mit der Fast Ferry direkt von Hurgada nach Dubbah. Da es mir nun nicht schnell genug gehen kann endlich weiterzukommen, entschied ich mich für die ein Wenig teuerer Variante mit dem Schnellboot.

Auch mit dem Pakistan Visa war es so eine Sache. Bei den ersten drei Besuchen auf der Pakistanischen Botschaft in Kairo wurde ich jeweils bereits beim Empfang abgewimmelt. Da ich als nicht Ägypter eigentlich das Visa in meinem Heimatland hätte beantragen sollen, wünschte ich entweder den Konsul, oder direkt den Botschafter zu sprechen. Beide waren bei meinen Besuchen aber abwesend oder nicht zu sprechen. Alles war ich zu hören kriegt war „no chance, I am sorry Sir“. Zugegeben, das deprimierte zuerst schon ein wenig – doch so schnell gab ich nicht auf. Also wieder zurück auf die Schweizer Botschaft um Rat fragend. Promt wurde die Pakistanische Botschaft telefonisch direkt von der Schweizer Botschaft angefragt – und siehe da, mit einer Diplomatic Note soll es kein Problem mehr sein. Gegen eine Gebühr wurde auch dieses Schreiben direkt ausgestellt. Zurück bei den Pakistanern, nun der vierte Besuch, wollte man aber davon nichts mehr wissen. Diesmal insistierte ich nun wieder den Konsul direkt zu sprechen, jetzt aber mit Erfolg. Als ich von meinem Vorhaben umfänglich berichtete, war plötzlich alles kein Problem mehr. Normalerweise dauert die Ausstellung des Visas vier Tage, doch ich konnte es bereits am nächsten Morgen früh abholen. Ein Touristenvisa für zweimalige Einreise mit je 15 Tagen.
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Genau so wie ich es mir wünschte. Bleibt da noch das Iranische Visa, für welches ich über eine von der iranischen Botschaft empfohlene Agentur ein Einladungsschreiben bestellte. Auf der Webseite dieses Reisebüros in Teheran werben sie einmal für den Service für 25 Euro, auf einer anderen Seite gegen eine Gebühr von 30 Euro. Bei den Zahlungsinformationen per Mail soll das Ganze nun aber 40USD kosten. Bei mehreren Mails versuchte ich gegen dies zu kontern, jedoch ohne Erfolg. Nunja, wenn dafür alles klappt – und ich das Visa wie gewünscht in Jeddah abholen kann bin ich auch mit 40USD zufrieden… wir werden es ja sehen…
In der Zwischenzeit liegt auch ein Visaantrag auf dem Indischen Konsulat hier in Kairo – mit der Hoffnung das Visa noch vor der Abreise einholen zu können. Laut der Lady am Schalter könnte es bis am Montag vor der Abreise sogar klappen.

Ach ja, meine Plan sieht nun wie folgt aus: Am Dienstagmorgen früh geht’s ab nach Hurgada, damit ich am Mittwochmorgen früh die Fast Ferry nach Saudi erwische. Nach den langen Tagen hier in Kairo ohne konkrete Aussicht auf die Weiterreise- ändert sich nun alles. Habe nun einiges zu tun hier, wie einzukaufen um den Proviant aufzustocken, die Route genauer zu planen, Kontakte in den nächsten Ländern zu knüpfen, ein Packet mit dem nicht mehr Benötigten zurück in die Schweiz zu senden, sich von den Freunden hier zu verabschieden… Ja, plötzlich ein echter „Stress“ – völlig ungewohnt… Dennoch toll, es geht weiter!

Um diese Zeilen zu schreiben gönnte ich mir ein paar Stunden in einem ruhigen Park im Osten der Stadt. Gleich nach dem Entrichten der Parkinggebühr startete ich den Motor und Päng… wieder hat es den Lufteinlass vom linken Kolbengehäuse gesprengt - genaugleich wie damals in Libyen.
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Habe zwar das Werkzeug mit dabei, doch das Sackmesser mit der Zange verstaute ich in der Zwischenzeit in meinen „Küchenutensilien“ – was natürlich im Appartement liegt. Also kann die Bride vorerst nur provisorisch montiert werden.

Bei der Kontrolle der Räder entdeckte etwas Glänzendes auf der Lauffläche des Hinterrades. Ein rund 11mm langer spitziger Nagel steckte im Reifen. Zwar rinnt noch keine Luft heraus, doch befahre ich in den nächsten Tagen ein paar tausend KM in einsamer Wüstengegend – somit nicht gerade eine erfreuliche Entdeckung.

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Muss mich wohl nun entscheiden ob ich den Schaden vorerst so belassen will, oder ob ich es vorsorglich reparieren soll… ich lass es Euch wissen im nächsten Blog.

Hier noch ein paar Impressionen aus dem absolut normalen Verkehr in Kairo…
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Gast Mittwoch, 19 Juni 2019
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