Three Pairs Of Underwear

Eine kurze Zusammenfassung der letzten paar Wochen

Veröffentlicht von am in Blog_Tomsride
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Nach einer gut vierwöchigen „Sendepause“ gibt es nun schon bald wieder neue Berichte im Blog. Vier Wochen in denen sich viel getan hat. Man kann es als kleine „kreative Auszeit“ ansehen, denn meine Art zu reisen hat sich seither schon ein wenig geändert. Nicht das Vorwärtskommen in Richtung Osten steht nun im Vordergrund, sondern ein intensiviertes Leben und Erleben – der eigentlichen Absicht dieser Reise. Auch reisen muss gelernt sein!

Zugegeben, hätte ich mein Visa für Saudi Arabien heute, würde ich vermutlich gleich wieder weiterfahren wollen...

Doch in dieser ungeplanten Pause konnten einige neue, sehr interessante Bekanntschaften gemacht - sowie auch Bekannte besucht und Freundschaften weiter aufgebaut werden. Ungewöhnliche Einblicke in für mich bisher weitgehend fremde Kulturen mit deren Ansichten wurden erlangt. Auf der anderen Seite durfte ich auch die komplizierte und für mich undurchsichtige Bürokratie von Ägypten kennen lernen. Unter dem Motto „be part of the game“ konnte ich jedoch auch daraus Spannendes erleben und teils sogar echten Gefallen daran finden…

Hier vorab nun eine kurze Zusammenfassung der letzten Wochen im mittleren Osten:

Nach einer abenteuerlichen Rundreise durch den Nord- und Mittel-Sinai brachte mich das Motorrad weiter nach Jordanien. Der ganze Westen dieses wunderbaren Landes wurde intensiv erkundet, nebst natürlich den obligaten Besuchen in Petra und die Fahrt auf dem eindrucksvollen Kings Highway in Richtung Süden. Jordanien – ein Land faszinierendes Land, das bestimmt noch viel mehr zu bieten hat, als dass ich alles in den paar Tagen sehen könnte. Doch auch dieser nur kurze Einblick war äusserst attraktiv und motivierte für mehr.

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Die Wüste im Norden Sinais

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Petra in Jordanien

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Camping in der Wildnis von Wadi Rum

Mit der Fähre ging es wieder zurück nach Ägypten – genauer nach Nuweiba. Der ideale Ausgangspunkt um die Ostküste des Sinais am roten Meer zu entdecken. Bei der Rückfahrt durch den Süden der Halbinsel, durfte natürlich auch die Besteigung des Berges Sinai nicht fehlen – dem Berg, wo Moses laut der Bibel die zehn Gebote empfing. Nebst einem eindrücklichen Sonnenuntergang folgte nach der Übernachtung auf der Bergspitze ein toller Sonnenaufgang mit einer echten Überraschung.

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Das Gebirge im Süden Sinai's


Zurück in Kairo mussten erst mal neue Papiere fürs Transit Visa für Saudi Arabien organisiert und auf der Botschaft eingereicht werden. Danach hiess es wieder warten, nun aber 2 bis 8 Wochen. Also, nichts wie los und alle möglichen Papiere für den Aufenthalt in Ägypten verlängern. Dieses Unterfangen nahm lächerliche 5(!) Tage in Anspruch, endete aber schlussendlich doch noch erfolgreich. Visa, Führerschein, Nummernschild und Carnet de Passages konnten nach einem unglaublichen Papierkrieg und dem Besuch auf rund 7(!) offiziellen Stellen für weitere drei Monate verlängert werden. Drei Monate – solange hab ich heuten wirklich nicht vor hier zu bleiben, doch eine Verlängerung ist nur für diese Zeitspanne möglich.

Da war da noch der Geburtstag, auch der musste ordentlich gefeiert werden... Hier mit drei amerikanischen Mädels (auf Bild ist nur eines zu sehen) beim Abendessen und natürlich einer Shisha...

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Beim Abendessen mit Wein, Shisha und guter Begleitung

Hab ja nun eh noch lange nicht alles von Ägypten gesehen – weshalb ich eine Rundreise in den Süden anpeilte. Auch dafür waren wieder offizielle Bewilligungen zu organisieren, konnten aber alle innerhalb eines Tages auf verschiedenen Polizeistellen eingeholt werden.
Entlang des Nils führte mich die Strasse auf dem Westufer nach Asyut, Abydos, Luxor, Aswan und Abu Simbel, einer Touristen Attraktion rund 50km vor der Grenze zum Sudan.

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Ein Abstecher an den Lake Nasser bei Temperaturen von um die 44° Grad am Schatten brachte weitere neue unerwartete Herausforderungen und interessante Eindrücke. Konnte an diesen Orten viel über die vergangenen Kulturen der Ägypter lernen, sowie eindrückliche Überbleibsel der Tempel- und Gräberanlegen dieser Zeit bewundern. Nebst den bekannten „Touristen-Abzocker-Sehenswürdigkeiten“ gibt es als mobiler interessierter Reisender so vieles mehr zu sehen und zu erleben in diesem faszinierenden Land.  
Zurück folgte ich der einsamen Wüstenstrasse nach Bagdad, dann durch die fruchtbaren Oasen von Kharga und Dakhla. In einem wohl für Touristen unattraktiven Wüstendorf namens Abu Minqar traf ich wieder auf Jessie, einer jungen Amerikanerin, die ich zuvor in Jordanien kennen gelernt habe – sowie zwischenzeitlich auch in Kairo mit Ihren Kolleginnen getroffen habe. Zusammen mit Ihren Teamkollegen dokumentieren sie das Leben der Leute in dieser kleinen Zivilisation, den Umgang mit dem kostbaren Wasser, sowie den Erfolg mit der Landwirtschaft in der auf den ersten Blick ausgetrockneten Gegend.

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Ein Teil des Desert Development Team's der AUC

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Man, war das cool!

Mit einem Einblick in das Leben der Farmer der Wüste, sowie einem kleinen Ausflug auf die Sanddünen dieser Wüste setzte ich schliesslich die Fahrt fort in Richtung Norden. Nach der Farafra Oase folgten eindrückliche Ausblicke auf die so genannte Weisse Wüste – einem Gebiet mit kuriosen Steinformationen aus Kalk.

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Weisse Wüste in Ägypten

Bald darauf folgte die schwarze Wüste, sozusagen als Kontrast in der sonst eintönigen und sandigen Gegend. Rund hundert Kilometer nach der Baharya Oase campierte ich einmal mehr mitten in der einsamen Wüste, wobei ich mir dieses Mal am Morgen beim Lesen prompt einen Sonnenbrand am gesamten Oberkörper einholte. Naja, Schönheit muss ja bekannterweise leiden…

Nun verweile ich einmal mehr wieder in Kairo – mit der starken Hoffnung bald eine Antwort für mein fünftages Transit Visa für Saudi Arabien zu erhalten. Die Zeit nutze ich um die Internetseite zu aktualisieren, sowie die vielen neuen Bilder zu organisieren. Ausserdem tut es auch wieder mal gut in einem klimatisierten Gebäude auszuschlafen und sich selbst wieder zu finden. Die Erfahrung zeigte jedoch, dass ich nach ein paar Tagen bereits wieder danach strebe, weiterzufahren und Neues zu erleben…

Hoffe auf Dein Verständnis für die längere Pause ohne News von Tomsride. Versprochen, detaillierte Berichte, Tracking und Bilder folgen schon bald!
Was ich jedoch nicht versprechen kann, ist dass die News zukünftig nun täglich aktualisiert werden. Einerseits macht das unbeschwerte Leben und Erleben auf dieser Reise einfach mehr Spass und ist um ein vielfaches interessanter, andererseits sind die Routen fern ab von Zivilisation und Internetzugang doch um einiges attraktiver und bestimmt abenteuerlicher! Ich bitte Dich deshalb weiter um Geduld und Dein Verständnis – hoffe dies aber mit tollen Eindrücken wieder gut zu machen.

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Gast Sonntag, 20 Oktober 2019
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