Three Pairs Of Underwear

Tag 25 - Na, das fängt ja gut an...

Veröffentlicht von am in Blog_Tomsride
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Gut ausgeschlafen machte ich mich auf den Weg zum Motorrad. Zwar wurde die Alarmanlage in der Nacht nicht mehr ausgelöst, es fehlte aber der Schaumstoffhalter für mein GPS und Telefon im Halter. Natürlich war niemand am Motorrad und niemand wusste wo das Teil sein könnte. F.ck! Das erste Mal auf dieser Reise wurde mir was gestohlen – und erst noch was, dass für niemanden von irgend einem Nutzen sein könnte.
Von nun an fahre ich halt herum mit dem Telefon schräg im Halter… Ist ja halb so schlimm. Bedingt durch einen starken Seitenwind, nahm ich die grosse Strasse in Richtung Alexandria. Es ist recht eindrücklich, wenn der Sand quer über die Strasse weht, die Sicht verschlechtert und durch alle Kleider und Ritzen im Helm auf den Körper trifft. War echt froh, als rund 200km später der Wind abschwächte und wieder ein angenehmes Vorwärtskommen auf dem Motorrad zuliess.
Auch diese Gegend hier erachtete ich nun als irgendwie monoton. Gerade Strassen, rechts und links so was wie Wüste ohne Dünen und fast keine Leute anzutreffen. Das einzig interessante sind die Kamele ab und zu auf der Strasse, wie auch in Tunesien und Libyen. Der Unterschied zu den Ländern zuvor ist, dass die Überreste der Viecher oft such am Strassenrand anzutreffen sind – vermutlich überfahren von LKW’s.

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Eigentlich hatte ich vor Alexandria zu besuchen, doch langsam wollte ich endlich einen Wechsel auf dieser Reise und das Visa für Saudi Arabien in Kairo beantragen. Durch einen Freunden bekam ich vor ein paar Tagen den Kontakt von einem seiner Studienkollegen, der nun in Kairo arbeitet. Laut einem Mail vor ein paar Tagen habe Malek, so heisst der junge Lebanese mit Masterabschluss in Wireless Technologies, ein grosses Appartement von der Firma zur Verfügung gestellt gekriegt. Leider sei es aber nicht erlaubt Freunde da unterzubringen. Er schaute aber für ein günstiges Youthhostel in der Stadt, damit ich für ein paar Tage da verweilen kann.
Wir trafen uns an der Lebanonstreet, in einem der Zentren von Kairo.

TomsRide872.jpgSein Appartement ist da gleich um die Ecke – er bewohnt es mit einem Arbeitskollegen. Sein Arbeitsgeber, eine renommierte Firma im mittleren Ostern, verlagerte nach dem letzten Krieg in Lebanon mit Israel die Mitarbeiter nach Kairo. Die beiden waren nun seit zwei Monaten in der Stadt, vorerst auf unbestimmte Zeit. Malek hatte für mich eine ganze Liste mit Youthhostels vorbereitet, die wir nach und nach telefonisch abklapperten. Bis auf eines waren sie alle bereits für die nächsten Tage voll gebucht. Am Abend begleiteten sie mich in einem Taxi zum einen Hostel. Zwar lag es im Gebiet von Downtown Kairo - aber einem der kleinen Hintergässchen. Von sicherem Parking fürs Moped keine Spur. Hatte nun definitiv kein gutes Gefühl, das Moped da stehen zu lassen. So ging es spät wieder zurück zu seinem Apartment, wo ich eines der fünf Zimmer beziehen konnte. Wäre da nicht das Taxi, das mitten im Zentrum eine Panne hatte.

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Also sofort beiseite schieben und auf das nächste Taxi warten. Bin ich froh habe ich mein Moped - bisher war darauf immer Verlass...

Das Motorrad wurde die ganze Nacht von der Security beim Eingang bewacht.

TomsRide877.jpgMit schneller ADSL Internetverbindung und W-LAN im Apartment wieder ein unerwarteter Luxus. Malek erklärte mir, er werde am nächsten Tag nochmals bei seinem Chef um Erlaubnis für meine Unterbringung im Apartment fragen. Es sei bestimmt kein Problem. Wäre ja echt cool!

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Gast Dienstag, 26 März 2019
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