Three Pairs Of Underwear

Tag 24 - Weiter nach Ägypten

Veröffentlicht von am in Blog_Tomsride
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Am Morgen genoss ich das Frühstück des Hotels. Gut, es gab Brötchen, Sterichkäse, Cookies, Saft und Kaffee aber ich providierte auch von diesem beschränkten Angebot.
Weiter in Richtung Norden, hatte es wider eine von UNESCO geschützte römische Städte. Wie bereits in meinem Berichten erwähnt, scheine ich nicht ein normaler Tourist zu sein. Ich beschränke meine Besichtigung auf Fotos von Ausserhalb der Abgrenzung.

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Auch hier sind die Überreste der römischen Zeit bis heute in einem riesigen Gebiet in gutem Zustand anzutreffen. Die meist leeren und kurvigen Strassen führen teils durch die antiken Sehenswürdigkeiten, in Richtung Mittelmeer. Wieder einmal eine ideale Gegend für Motorradfahrer. Die Fahrt bis nach Bengazi begann mich langsam zu langweilen, denn die Strassen führten schnurgerade durch die Wüste. Ist zwar interessant am Anfang, wird aber bald einmal sehr monoton.

Auf einer Anhöhe vor der Küste machte ich Rast und genoss die Ruhe des Ortes. Die Stelle ist nur auf einer kleinen Schotterpiste erreichbar. Was dieses Land mit der Öffnung für Tourismus wohl gewinnen könnte. So viele Sehenswürdigkeiten, so viele wunderschöne Strände, dann die Wüstengegend im Süden des Landes… Aber ob das Volk davon auch providieren kann? Bin gespannt auf die Zukunft von Libyen. Noch können sie so weiterexistieren mit all dem Öl im Untergrund und sind kaum abhängig vom Ausland – ausser den Konsumgütern, die meist aus dem Arabischen Ausland kommen.

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Die Strasse führte mich dem Mittelmeer entlang weiter nach Osten. Nach rund 65km bemerkte ich plötzlich, dass sich meine Sonnenbrille nicht vorm Gesicht befindet. Oh Schreck, hab ich sie etwa beim letzten Stopp auf der Anhöhe auf dem Motorrad vergessen. Irgendwie war mir die Brille zu wichtig, als einfach nur weiterzufahren. Also, wenden und die Strasse absuchen nach einer Sonnenbrille. Man kann es kaum glauben, aber auf der Anhöhe fand ich die beiden Bügel der Brille da, wo zuvor das Motorrad stand. Rund 20m daneben lag auch das Gestell mit den Gläsern, komplett unbeschädigt. Danke Schutzengel!
Wieder zurück der Küste entlang in Richtung Tubruk. Eigendlich wollte ich da die bekannten Gräber vom zweiten Weltkrieg besuchen, doch auch zweimaliges umfahren der Stadt half nicht diese zu finden. Die Wegbeschreibung eines Einheimischen half leider auch nicht, brachte mich aber direkt auf die Strasse in Richtung Ägypten.
Wie ich von Osama gehört habe, musste ich die Nummernschilder rund 20km vor der Grenze zurückgeben. Also fragte ich bei einer Militärkontrolle nach dem Weg zur offiziellen Nummernschildrückgabe. War anscheinend ein Fehler. Englisch konnten sie nicht und meine Zeichensprache für die Rückgabe der Nummernschilder konnten sie auch nicht ganz zuordnen. Also wurde ich zur Strafe komplett kontrolliert und der Pass für rund eine halbe Stunde inspiziert und registriert. Angekommen an der Grenze mit den Nummernschildern schickte man mich nun nur noch 2km zurück in ein unscheinbares Gebäude am Rande des Dorfes vor der Grenze. Von da an klappte auf der libyschen Seite alles wie geschmiert. Ich konnte das Land knapp 10 Minuten später ohne Probleme verlassen.
Die Einreise nach Ägypten gestaltete sich ein Wenig schwieriger, wie ich von anderen Reisenden auch schon gelesen habe. Lange Geschichte kurz gefasst, in rund 3h, 505 Pfund und rund 2km hin und her schafft man auch die Einreise mit einem Fahrzeug nach Ägypten.
Den Spass an der Bürokratie dieses Landes ja nicht verlieren, sonst dreht man wahrscheinlich durch… immer schön lächeln und den undurchsichtigen nonsence mitmachen. Bin überzeugt, dass ich dank ein paar Brocken Arabisch schneller vorwärts kam, als andere im Vorfeld… aber es kratzte auch stark an meiner Geduld. Nach Eindunkeln erreichte ich Solum, die erste Stadt nach der Grenze. Das erstbeste Hotel verlangte zwar 60 Ägyptische Pfund ohne Parking, dafür konnte ich die GS „sicher“ vor den Eingang stellen. Der Hotelbesitzer versicherte mir, dem Motorrad geschehe da nichts. Irgendwie hatte ich dennoch ein komisches Gefühl. Knapp 15 Minuten später hörte ich bereits die Alarmanlage der BMW. Als ich beim Motorrad ankam, war natürlich bereits niemand mehr zu sehen. Der Hotelbesitzer versicherte mir, dass nur ein paar Kinder beim Spielen das Motorrad berührten. Naja, wenn’s nur das ist…

 

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Gast Dienstag, 26 März 2019
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