Three Pairs Of Underwear

Tag 21 - Ein Tag ohne KM in Tripoli

Veröffentlicht von am in Blog_Tomsride
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Frischer Kaffee, Cookies und frisch gebackene Cakes wurden mir am Morgen pünktlich um 09:00 serviert. Ich fühlte mich irgendwie wie im falschen Film – wie habe ich dies alles verdient?
Mohamed führte mich anschliessend durch die Stadt Tripoli und zeigte mir die lokalen Sehenswürdigkeiten. Ausserdem fuhren wir zum Neubau seines neuen Fabrikationsgebäudes. Tausende frischer Croissants, Cupcakes und weitere feine Gebäcke sollen bereits in wenigen Monaten aus dieser Lokalität ausgeliefert werden. Seine Kundschaft sind weitgehend Distributers, die die Produkte im ganzen Stadtgebiet weiterverkaufen an kleinere Händler.
Ausserdem sind er und weitere Familienangehörige Besitzer verschiedenster Firmen. Nebst einer Hamburgerbuns Fabrik, besitzen sie auch ein Importgeschäft für feinste Vorhangsstoffe und italienische Fenster-Rollladen. Es ist für mich ausserordentlich interessant, mit Mohamed über seine zukünftigen Geschäftsvisionen zu philosophieren. Es gibt da ein paar Ideen, die durchaus lukrativ sein könnten. Bin sehr gespannt was daraus wird.

Wie im gestrigen Bericht erwähnt, musste ja nun auch der grüne Stempel in meinen Pass. Osama kam dafür nochmals vorbei und holte meinen Pass. Leider war ich nicht dabei, sodass Mohamed gutgläubig ein recht grosser Betrag zahlte für den Guide nach Sirt. Schade, hätte so nicht sein sollen – gerne bestimme ich selbst was und weshalb für mich bezahlt wird. Dennoch ein grosses Danke an Mohamed!
Am Nachmittag lernte ich Mohameds reizende Familie kennen. Seine Frau, die perfekt Französisch spricht, sowie seine drei Töchter die alle entweder Französisch oder Englisch nebst der arabischen Sprache beherrschen, bereiteten ein feines Mittagessen zu. Trotz meinen vielen Besuchen in islamischen Ländern, war ich bei der Begegnung mit der Familie kurzzeitig ein Weinig überfordert. Wie habe ich mich zu verhalten, was ist erlaubt, was nicht? Doch es war für mich halb so wild, denn die ganze Familie ist sehr weltoffen – und ich konnte Mohamed alles fragen über die für mich doch noch so fremde Kultur.
Libyen scheint äusserlich nebst Saudi Arabien ein weiteres extremes arabische Land zu sein, welches ich bereist habe. Es gibt keine Schilder oder Reklame in englischen Buchstaben. Die Leute auf der Strasse ausserhalb Tripoli sprechen kaum eine andere Sprache als Arabisch. Es gibt einige, die sprechen noch heute ein paar Brocken italienisch, was auf die frühere europäische Kolonie zurückzuführen ist.

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Gast Montag, 21 Januar 2019
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