Three Pairs Of Underwear

Tag 17 - Mehr Schnee in Afrika als in der Schweiz

Veröffentlicht von am in Blog_Tomsride
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Gut ausgeschlafen machte ich mich am Morgen um 08:59 auf die Suche nach dem versprochenen Frühstück im Hotel. Irgendwie bin ich aber zu spät – denn es gibt da nur bis 09:00 ein Frühstück… Naja, man kann nicht immer gewinnen – besonders nicht bei den Preisen. Mit all meinen Sachen gepackt begebe ich mich auf den Weg zum Parking auf die andere Strassenseite. Es ist sau-kalt und der Himmel bringt was zwischen Regen und Schnee zur Erde.

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Ich ahne Schlimmes, denn die Strasse zur Grenze nach Tunesien führt gemäss meiner Karte durch die Berge. „Wenn ich den Schnee in Afrika nicht bezwingen kann, wie soll es dann in Russland gehen“ frage ich mich und begebe mich somit guten Mutes auf den Weg in Richtung tunesischer Grenze. An den Polizeikontrollen bestätigt man mir, dass die Strasse auch mit dem Motorrad bei diesem Wetter fahrbar sei. So war es dann irgendwie auch. Die Gegend muss fantastisch schön sein – doch leider nicht bei diesem Wetter. Einerseits machte mich der Nebel nicht an Fotos zu schiessen – andererseits war der Gedanke daran, die Hände aus den nassen Handschuhen zu nehmen auch nicht gerade attraktiv.

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In einem Ort entlang der Strecke fror ich jedoch dermassen an die Hände – dies trotz auf zweiter Stufe laufender Griffheizung – dass ich bei einem Restaurant einen Halt einlegte. Mit kaum mehr algerischem Geld in der Tasche versuchte ich den Besitzer zu überreden Euro’s für eine warme Speise zu akzeptieren. Viel Überredungskunst brachte ihn dann schlussendlich doch dazu, mir das Essen für umgerechnet zwei Euros zuzubereiten. Kaum je schmeckten mir Hackplätzchen und Pommes so wie da…

Das Wechseln von Fremdwährungen in Algerien ist nicht so einfach. Bei der Einreise muss man alle Devisen auf einem Formular deklarieren. Beim Wechseln an offiziellen Stellen wird jeder Betrag mit Wechselkurs darauf eingetragen. So verspricht man sich weniger Schmuggel von Devisen, sowie ein sicherers Wechseln mit einem guten Kurs für die wenigen Touristen in diesem Land. Zu dieser Uhrzeit war jedoch gerade Prayers-Time, wobei die Geschäfte allesamt für rund 2h geschlossen waren – inklusive den offiziellen Banken.

Die Strassen wurden teilweise zu nassen Pisten, doch die GS mit den Battle Wing Reifen schafften auch dies ohne Probleme. So erreichte ich am späteren Nachmittag den Grenzposten. Auf algerischer Seite füllten mir die Beamten voller Mitleid alle Formulare gleich selbst aus. Muss wohl schlimm aussehen, dachte ich mir… So war die Ausreise aus Algerien jedenfalls in weniger als 15 Minuten ohne Probleme erledigt. Auch die Einreise nach Tunesien verlief ohne weitere Probleme. Zwar musste ich hier die Papiere selbst ausfüllen, die Beamtem versicherten mir jedoch besseres Wetter nach der Grenze. Sie behielten Recht – der Regen stoppte effektiv gleich nach dem Übertritt nach Tunesien.

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Rund 60km hielt ich beim erst besten Hotel. Rund 12 Franken berechneten sie mir für die Übernachtung inklusive Abendessen im Restaurant. Auch für einen Abstellplatz fürs Moped war gesorgt. Hinter dem Hotel konnte ich die GS in einer LKW Garage sicher für die Nacht unterbringen. Irgendwie ist doch der Komfort eines Hotels auch hier nicht übel…

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Gast Mittwoch, 19 Juni 2019
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