Three Pairs Of Underwear

Tag 12 - Die Sierra Nevada wird dem Namen gerecht

Veröffentlicht von am in Blog_Tomsride
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Der Vormittag verbrachte mein PC damit, die Bilddaten der vergangenen Tage aufs Internet zu laden… Da fragt man sich echt, ob man auch zukünftig auch alle Bilder im hochauflösenden Format schiessen will. Naja, man weiss ja nie, was damit mal angefangen wird. Ich nutzte somit die Zeit gleich damit Geld auf einer Bank in kleinere Noten zu wechseln, sowie ein Packet mit den ersten „unnützen“ Sachen aus Spanien in die Heimat zu senden. Letzteres war ein interessantes Unterfangen: Die Post führte nur fertige Kartons, die rund dreimal zu gross für mein Material waren. Konnte den restlich Platz mit Zeitungspapier ausfüllen, damit die Bücher, Winterhandschuhe, Wintersocken und Karten doch noch ein wenig Halt im Karton fanden. Die Angelegenheit kostete dann sagenhafte 28 Euro – ein Packet mit 2.2kg von der Region Malaga in die Schweiz. Das Ganze in einer Poststelle, in welcher keiner der Beamten eine andere Sprache ausser Spanisch konnte.

Kurz vor dem Mittag verliess ich dann das Büro von Hans. Für den tollen Service da bin ich echt dankbar. Mercie Housi!

Die Fahrt führte zuerst auf der Autobahn in Richtung Malaga, dann weiter in Richtung Motril. Kurz davor bog ich nördlich in Richtung Sierra Nevada ab. Der wohl für mich bisher eindrücklichste Regenbogen zeigte sich am Himmel vor mir. Ganz flach und so intensiv – wie ich ihm bisher noch nie sah. Musste aber bald feststellen, dass es nicht so einfach ist dieses Phänomen mit der Kamera festzuhalten. Die Gegend war dennoch sehr schön und für Motorradfahrer äusserst empfehlenswert. Zu dieser Jahreszeit lagen die Temperaturen jedoch noch bei kühlen 3-4° in der Höhe der Sierra Nevada. Auch Schnee war in den Gipfeln zu sehen. „Da musst Du durch“ – bald kommen die warmen Temperaturen in Afrika dachte ich noch.

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Gleich nach einem kleinen Dörfchen an der Bergstrasse sah ich zwei Fahrzeuge mit Schweizer Kennzeichen. Gewunderig stoppte ich und lernte somit zufällig ein Basler und ein Luzerner Pärchen kennen. Interessanterweise haben sich die beiden auch erst rund zwei Minuten zuvor auf der Strasse getroffen. Wir nutzen die Gelegenheit und machten gleich einen kleinen Schweizertreff am Strassenrand. Irgendwie sind wir Schweizer schon ein spezielles Volk. Wer macht sonst um diese Jahreszeit Reisen in diese Gegend? Ich kriegte auch gleich einen guten Tipp für die Übernachtung in einem gemütlichen Camping direkt am Meer.

Mein Tagesziel war somit definiert. Erst nach Eindunkeln erreichte ich den Ort – bestimmt aber nicht auf dem besten Weg, denn rund 7km anspruchsvolle Schotterpiste im Naturschutzgebiet mussten in der Dunkelheit abgefahren werden. Für die GS aber kein grösseres Problem, ich jedoch kam doch noch recht ins Schwitzen…

Der Campingplatz hatte noch geöffnet und ich konnte mein Zelt somit an einem gedeckten Platz stellen. Eine Eigenheit der Campingplätze in dieser Region – gedeckte Zeltplätze.

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Der nächste Morgen nach dem Abbau.

Mitten in der Nacht wachte ich aufgrund der Halsschmerzen wider auf. Auch Ohrenschmerzen setzten ein. Jene die mich kennen wissen vielleicht wie viel es bracht mich in der Nacht zum Aufstehen zu bewegen. Doch um drei Uhr morgens packte ich meinen Benzinkocher aus den Koffern und begann heisses Wasser für ein doppeltes „Pretuval“ zuzubereiten. Irgendwie half dieser Akt doch, und ich konnte den Schlaf bei den kühlen 2° Grad endlich fortsetzen.

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Gast Mittwoch, 19 Juni 2019
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