Three Pairs Of Underwear

Tag 4 - Auf nach Porto...

Veröffentlicht von am in Blog_Tomsride
  • Schriftgröße: Größer Kleiner
  • Aufrufe: 2283
  • 0 Kommentare
  • Drucken

Was für ein erfrischendes Erwachen. Bei einer kühlen Meeresbrise und gerade noch 9° genoss ich mein Frühstück am Meer. So nennenswert war es im Prinzip nicht, dennoch verspeist man nicht alle Tage Migros-Farmer Riegel am Meer, oder?
Mit dem Zusammenpacken habe ich noch so meine Mühe, denn diesmal dauerte die Prozedur eine ganze Stunde bis alles am richtigen Ort auf dem Motorrad verstaut war. Habe ja Urlaub und eh nichts Besseres zu tun dachte ich mir und musste über mich selbst lachen. Wie ich wohl in ein paar Monaten darüber denken werde? Bin jedenfalls sehr darauf gespannt.
Die Fahrt führte weiter auf kleinen Strässchen ans Cabo Fisterra, dem westlichsten Punkt von Spanien. Das Dorf selbst sagte mir nicht allzu viel, doch die Leuchtturm-Warte selbst hatte für mich schon was Eindrückliches. Vielleicht lag es einfach daran, dass ich zu diesem Zeitpunkt fest im Glauben war, dies sei der westlichste Punkt vom Festland Europa

Doch dieser Irrglaube lag daran, dass ich meine Landkarte noch nicht weiter südlich aufgeklappt hatte… Jedenfalls genoss ich diesen Moment intensiv und gönnte mir prompt eine echte Toblerone, importiert aus der Schweiz.

P2270036.JPG
Fasziniert von den kleinen, aber sehr gut ausgebauten Strassen in dieser Region tuckerlte ich gemütlich in Richtung Süden, denn am Abend hatte ich mich in Porto zu einer Pizza mit Urs verabredet.
An dieser Stelle möchte ich einen grossen Dank ans Warenhaus Carrefour aussprechen, denn nebst dem Shoppingerlebniss, sind ihre sanitären Installationen geradezu ein Luxus auf einer solchen Reise mit Wild Camping… So ist doch rein der Gedanke ans Shopping selbst noch viel schöner .
Am späteren Nachmittag realisierte ich plötzlich, dass Porto doch noch ein Stück südlich liegt und kaum vor 20:30 zu erreichen ist. So nahm ich auch hier wieder die Autobahn mit dem schnellsten Weg in die zweitgrösste Metropole Portugals. Der Grenzübertritt von Spanien her war auch hier kaum erwähnenswert, denn ausser ein Schild am Strassenrand war nichts zu merken. Die EU hat ja auch was Gutes….
Urs, ursprünglich einem Bekannten aus der Zeit der Rekrutenschule, informierte ich kurz per SMS über meine verspätete Ankunft. Denn eigentlich haben wir uns seit Monaten für diesem Abend zu einer Pizza  in Porto verabredet. Ist schon cool das Handy (mit den GPS Funktionen) vorne bei den anderen Instrumenten montiert zu haben, denn so kann man auch während der Fahrt auf der Autobahn SMS’len (Von was ich an dieser Stelle klar jedem abrate!). Unser Treffpunkt, das grosse

P2270631.JPG P2270632.JPG

Fussballstadion „Estadio Do Dragon“ war schnell gefunden.

Urs wohnte bereits für eine halbes Jahr gleich daneben, in einer WG zusammen mit anderen Studenten und „Gastarbeitern“ aus ganz Europa. Zu meinem Glück war ein Mitbewohner aus der Ukraine in diesen Tagen gerade nicht im Hause, weshalb ich in einem echten Bett übernächtigen konnte. So fiel die Entscheidung gleich zwei Nächte in Porto zu bleiben auch leichter.
Der Abend verlief feucht fröhlich. Nach dem Abendessen mit zwei seiner Kollegen, einem Kolumbianer und einem Österreicher, zogen wir zu einem Studententreffpunkt wo an diesem Abend gerade eine „Jam-Session“ abgehalten wurde. Bin zwar selbst erst seit vier Tagen alleine unterwegs, dennoch erschien mir die Situation ein wenig skurril. So viele junge Leute – meist Studenten aus dem Ausland – auf einem Haufen und hören einem wilden Mix aus akustischem Jazz, Blues (Jam halt) gespielt live auf der Bühne zu. Doch mit dem billigen Alkohol lässt es sich da ohne weiteres länger aushalten .
Auf dem Rückweg zu Fuss unterhielten wir uns ausgiebig über die Welt, das Studentenleben an sich, sowie auch seine gerade beendete Diplomarbeit über die Verwendung von Kleinkraftwerken in einem Stromnetz. Das Gebiet der Energieerzeugung und anschliessender Einspeisung in ein grösseres Stromnetz ist heute eines der Intressesens-Gebiete von Urs. Während seinem Master Studium hat er sich auch lange genug damit auseinandergesetzt, denn all die heute noch offenen Herausforderungen der Netzstabilität bei vielen kleinen dezentralen Erzeugern sind noch lange nicht gelöst.

Bewerte diesen Beitrag:
0
Markiert in: Portugal Spain

Kommentare

  • Derzeit gibt es keine Kommentare. Schreibe den ersten Kommentar!

Kommentar hinterlassen

Gast Dienstag, 26 März 2019
Aktuelle Seite: Home Gästebuch Tom Tag 4 - Auf nach Porto...