Three Pairs Of Underwear

Nun sind wir also wirklich unterwegs...

Veröffentlicht von am in Blog_TPOU-Africa
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Somit ist auch mal Zeit, dass ich auch mal schreiben darf... :-) Ja, es gibt ihn noch den Tom - aber wir haben unsere Arbeit geteilt unterwegs. Tom faehrt Moped, und Nina macht den Rest. So haette ich mir es auch vorgestellt - bis mich Nina dann wieder aufgeweckt hat und der Traum vorbei war. Spass beiseite - Wir werden ab und zu beide etwas schreiben, vielleicht mit einem etwas unterschiedlichen Schreibhintergrund. Na dann, wir sind jedenfalls auf Eure Kommentare gespannt.
Nina und ich machen uns also nun auf den Weg zuerst zum- und dann durch den Schwarzen Kontinent. Wieso, wesshalb - moegen sich die einen bestimmt denken. Warum nehmen sie die Gefahren und Strapazen auf sich, wesshalb geben sie ihr sichers und geschuetztes Leben in Europa auf fuer so was? Ueber die Gefahren kommen wir gleich zu sprechen, nun aber zuerst zu der Illusion von einem geschuetztem Leben aus meiner Sicht:
Was ist Sicherheit? Ist es ein Leben ohne direkten Lebensgefahren, ist es eine Jobgarantie, ist ein Garantie immer gute Freunde um sich zu haben - oder ist es gar eine
Garantie gluecklich zu sein? In meinen Augen nicht. Gibt es diese Sicherheit denn ueberhaupt - oder wird dieses Wort heute in unserer Gesellschaft einfach ueberbewertet? Viele Fragen die man sich dazu stellen kann.
Fuer mich gibt es diese Sicherheit so nicht. Auch in unseren gewohnten europaeischen Gefilden kann immer und ueberall jemanden was zustossen - das wissen wir alle, bewusst oder nicht. Eine Jobgarantie - und das in der heutigen Wirtschaftslage - eher eine Legedne. Gute Freunde - die gibt es! Es kann aber auch so sein, dass diese wenn man sie braucht nicht das sind, was man sich erhofft. Dann sind oft ganz andere Personen die wichtigen Freunde, auf die man zaehlen kann. Gluecklich sein - das kann man ueberall - jenachdem welche Kompromisse man fuer sich selbst eingeht. Wieviele sind denn wirklich gluecklich mit dem was sie haben im bekannten Umfeld - in westlichen Europa?
Nur das alleine ist jedoch nicht Grund genug eine solche Reise zu tun. Richtig, es gibt noch die Freiheit die man unterwegs hat. Die Freiheit das zu tun, was man fuer Richtig haelt. In die Richtung zu fahren, die das innere Gefuehl vorgibt. Da zu uebernachten, wo man sich ausruhen moechte. Solange auszuschlafen, bis man genug davon hat (zugegebenermassen definiert diesen Punkt oft das heisse Klima - sobald es warm wird, will man nur noch aus dem Zelt :-) Wir haben auch immer die Freiheit nur so lange zu reisen, wie wir das fuer richtig halten. Dann weiterzufahren, wenn uns danach ist und nur soweit wir bequem sitzen...
Es ist aber auch ein "Neues kennelernen". Neue Umgebungen, neue Menschen, neue Kulturen, neue Blickwinkel, neue Probleme - meist gefolgt von neuen Loesungen, neue Herausfordeungen, neue Gerueche, neue Toene, neue Aromen, neue Klimas - oder einfach gesagt: eine Horizonterweiterung. Wer weiss auf welche Erfahrungen wir zukuenftig froh sein werden zurueckgreifen zu koennen? Andere Wege zu kennen um Probleme anzugehen und Loesungen zu finden? Andere Kulturen zu kennen und vielleicht sie sogar etwas zu verstehen?
Oder ist es vielleicht auch ein wenig sich selbst zu stellen? Sich selbst zu fordern und sich ungewohnten Herausforderunegn zu stellen. Zugegebnermasen ja, wenn auch nur teilweise - und das im Kleinen. Sich dem nichtplanbaren hinzugeben, zu analysieren und daraus weiterkommen? Ich finde es toll! Mag ja nicht fuer alle Menschenkinder das Richtige sein, fuer uns beide heute jedoch schon - desshalb entschieden wir uns auch dazu.
Doch werden wir nun etwas persoenlicher - den das kennen viele von Euch auch von der alten Webseite. Ist dies nun also eine Fortsetzung von TomsRide? Die Antwort lautet: Jaein. Vom Prinzip des Reisens her gesehen: Ja - Durch die Welt auf zwei Raedern. Fuer mich persoenlich Nein. Die Ausgangslage und Beweggruende sind nun komplett anders. Beim Start damals im 2007 war ich auf der Suche zu meinem neuen Leben - heute lebe ich eines davon. Das Unterfangen damals zu realisieren und physisch alleine unterwegs zu sein - gab mir persoenlich damals den Impuls und die Kraft zum Start dazu. Das neu gesehene inspirierte mich, mich selbst neu zu finden. Fast zwei Jahre im Oman festigten dies - und heute sehe ich vieles differenziert von davor.
Das Schoenste daran ist fuer mich nun wieder zu zweit unterwegs zu sein. Mit einer fantastischen Person, Nina - die ich liebe. Zu zweit das Schoene zu teilen und die Schwierigkeiten zu meistern, ist nun bestimmt eine andere, neue Art des Reisens. Ich freue mich jedenfalls darauf. Bin auch schon ganz stolz auf Nina, wie sie die ersten schon knapp 3000 Kilometer auf dem Ruecksitz des Mopeds ausgahlten hat :-) Dies - aber auch der Fakt, dass ich auf der TomsRide-Route fuers echte Erleben viel zu schnell unterwegs war, laesst uns die Route nun etwas langsamer angehen. Ganz nach dem alten Motto: "Der Weg ist das Ziel - nicht die Destination, denn da ist die Reise zuende!" Hoffe ihr seit auch alle so gespannt auf das Kommende wie wir! Also bleibt dran - wir versuchen hier auf dem Blog stets zu berichten.
Kommen wir doch nun zu den Gefahren: Ihr koennt Euch kaum vorstellen von wievielen Seiten wir gewarnt werden gewisse geplante Streckenabschnitte zu befahren - oder sogar beraten wurden, Afrika komplett zu umfahren (ist etwas schwierig mit dem Ziel in den AUgen Afrika zu erkunden...). Wir verstehen gut gemeinten Rate eigendlich alle - denn die Personen meinen es nur gut, machen sich wohl Sorgen und wuerden es selbst wohl nicht selbst machen. Aber: "Es gibt 10'000 Gruende etwas nicht zu tun - aber nur wenige es wirklich durchzuziehen". So aehnlich kennen wir ein altes Zitat (Urheber fuer uns unbekannt).
Was man in den Medien sieht, entspricht meist (wenn ueberhaupt) nur der halben Warheit in einer kleinen Region. Die Natur selbst ist selten eine Gefahr - wenn man sie respektiert und versucht zu verstehen. Die Menschen sind zum groessten teil gut - sonst koennten sie selbst nicht lange so existieren. Meine Erfahrung hat dies bisher jedenfalls bestaetigt. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft von Einheimischen die ich in Algerien, Lybien, Saudi Arabien, Iran, Pakistan, Indien und Nepal (um einige Laender "der Gefahr und des Boesen" zu nennen von TomsRide) erleben durfte, ist weit zu suchen in Europa. Es gilt die lokalen Sitten soweit moeglich zu respektieren, sich anzupassen und auch ihre Privatsphaere zu erhalten.
Was ich bisher erleben durfte von Fremden Kulturen war (fast) Ausnahmslos positiv (bis auf ein paar Steine werfenden Kindern). Den als Motorradreisender erscheint man interessant - meist als etwas, das sie bisher nicht gesehen haben. Das Interesse von den Einheimischen an den Reisenden ist meist hoeher als man es selbt ihnen gegenueber hat.
Wir hoffen diese Ansichten koennen wir auch nach dieser Reise noch bestaetigen - wir sind jedenfalls gespannt darauf.
Nun sind wir also in Salalah - und schon bald soll es weitergehen in Richtung Westen. Vermutlich werden die Internetcafees etwas spaerlicher sein - doch wir bleiben dran und versuchen die Seite aktuell zu halten.
In der Zwischenzeit also reichlich Kommentare und ins Gaestebuch schreiben. Das gefaellt uns naemlich sehr. Registriert Euch auch auf der Seite: schon heute sind ein paar coole Funktionen eingebaut nur fuer Registrierte Benutzer und wir werden dies weiter ausbauen.
Bis zum naechsten mal!
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Gast Freitag, 22 März 2019
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