Three Pairs Of Underwear

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Brrr, diese Nacht im Zelt war unangenehm kalt. Bisher hatten wir es meist eher mit trockener Kälte zu tun. Aber hier ist der Boden sehr feucht. Der Schlafsack leistete zwar sein Bestes, aber die Matten konnten nicht viel entgegensetzen. Jedesmal, wenn ich mich umdehte, kroch diese fiese, feuchte Kälte unter mir nach und schien die dünne, wärmende Luftschicht um mich herum aufzufressen.

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Wir haben gestern Abend im schlechtesten Schwimmbad mit dem schlechtesten HotPot auf dieser Reise gebadet. Wieder einmal bestätigt sich unsere Auffassung: Viele Touristen ist nicht immer gut für die Qualität des Gebotenen. Der Ort Geysir wird täglich von unzähligen Touristenbussen angefahren deren Inhalt dann die Wasserfontänen des Stokkur bewundern. Keine Frage, alles hier ist gut organisiert und funktioniert aber der Pool ist nicht gerade sauber und das Wasser ist viel zu kalt. Wir haben uns aber dennoch über die heisse Dusche und den Föhn danach gefreut. Und wir konnten bei einsetzender Dunkelheit unter Nordlichtern baden. Wir sind schon zwei Glückspilze ...

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Zunächst verunsichern wir den Herbergsvater unserer Schlafsackunterkunft, weil wir ihn nach leeren Getränke-PET-Flaschen fragen. Dann verursachen wir eine kleine Sauerei an der Tankstelle.

Dabei ist die Sache doch ganz einfach. Da wir nicht genau wissen, wie lange es auf der Hochlandroute keine Tankstelle gibt, soll noch etwas Extrabenzin mit. Wir haben aber keinen Kanister und deshalb wollen wir das Benzin in (Afrika-) bewährten Limonadenflaschen transportieren. Uns wird aber erst an der Tankstelle bewusst, dass man hier sicher nicht erfreut ist, wenn wir bei dem Versuch die Flaschen zu treffen, mit Benzin kleckern. Dummerweise werfe ich auch noch eine schon halb gefüllte Flasche um. Tücher zum Aufwischen gibt es leider keine. Wir hoffen, dass uns niemand beobachtet hat und beeilen uns von der Tankstelle weg zu kommen - nicht dass es noch Ärger gibt...

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Ganz selten beneiden wir die Menschen, die mit einem Auto hier herum fahren. Eigentlich auch nur dann, wenn grosse Distanzen bei ungemütlicher Witterung in nicht sehr spektakulärer Umgebung zurückzulegen sind - also genau jetzt! Man könnte nämlich von den Westfjorden mit einer Fähre direkt auf die Enklave Snaefelsnes übersetzten. Leider ist es aber so, dass diese Fähre seit dieser Woche an einer anderen Stelle von Island dringender gebraucht wird. So bleibt uns leider nichts anderes übrig, als den Weg aussen herum eigenhändig unter unsere zwei Räder zu nehmen.

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Wir erwachen bei strahlendem Sonnenschein. Es stimmt, die Fjorde haben bei bei dem Wetter nochmals eine ganz andere Schönheit. Über beste Schotterpisten verlassen wir den Platz am Wasserfall. Hinter einer Kurve fühlen wir uns kurz an Afrika erinnert, denn der Untergrund zeigt sich als tiefroter, harter Sand. Hinzu kommen traumhafte Temperaturen von geschätzten 12 Grad, auch der Wind hält sich zurück.

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Erst recht spät finden wir uns in einer kleinen Stadt (Vielleicht 300 Einwohner) ein. Eine Wiese neben dem örtlichen Schwimmbad ist zum campen freigegeben und liegt sogar windstill. Wir sind zu faul zum Kochen und suchen nach einem Restaurant. Dieses finden wir in einem geschichtsträchtigen, alten Haus. Auf der Karte stehen nur lokale Spezialitäten. Als wir die Bedienung nach ihrer Empfehlung fragen, schiesst es aus ihr heraus: "The Minky Wale ist very good" (D = Der Minky Wal ist sehr gut).

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Es ist immer wieder schwierig sich von einer warmen, gemütlichen Unterkunft zu trennen. Wir haben in Akureyri zwei bequeme Nächte verbracht - danke für das tolle Hochzeitsgeschenk! Hier genossen wir es ausserdem, im hauseigenen HotPot den Abend ausklingen zu lassen und mal wieder so richtig durchzuwärmen (Leider klappt das nicht auf Vorrat, aber schön ist es .

Wir fühlen uns ein wenig, wie "ausgesetzt", wenn wir dann die Beine über den Sattel schwingen und so ein warmes "Daheim" wieder verlassen. Es kostet einige Überwindung, den Fuss vor die Tür zu setzen und weder zu wissen, was der Tag bringt, noch wie er endet und vorallem wo. Es kostet aber eben nur kurz diese Überwindung und dann geniessen wir beide wieder die Fahrt auf fast leeren Strassen und Schotterpisten durch ein einmalig schönes Land und die Zeit um uns zu vergessen.

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Es ist garnicht so einfach, am Abend die Gendanken zu sammeln und wieder etwas ins Tagebuch bzw. für den Blog zu verfassen. Vermutlich liegt das an der Vielzahl der ständig neuen, gigantischen Eindrücken, die rund um die Uhr auf uns einprasseln.
Inzwischen haben wir uns einige Kilometer vom nördlichsten Punkt und dem Polarkreis wegbewegt. Nächtliche Temperaturen von 4 bis 6 Grad bleiben uns seither ziemlich erspart. Sogar die Sonne lässt sich nun häufiger blicken und wir haben uns bei angenehmen 15 Grad schon selbst ein Softeis gegönnt.

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Brrrr, Island (auch Iceland...) macht seinem Namen alle Ehre. Es ist wirklich ganz schön kalt hier. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass wir vor kurzem in der Schweiz bei gut 30 Grad noch einen Sonnenbrand bekamen. Aber wir haben in den letzten paar Tagen schon des öffteren gehört, dass dieser Sommer hier auf der Insel kälter ist als normalerweise. Das hat aber wohl zumindest den Vorteil, dass die Flüsse nicht so hoch sind ;-).

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Wiedererwartend, bei strahlendem Sonnenschein erreichen wir am frühen Morgen den Bahnhof von Hamburg-Altona. Hamburg ist ja durchaus für den Niedergang von häufigem Regen bekannt.

Nun rächt sich ein wenig, dass wir in Lörrach ziemlich als Letzte auf den Wagon gefahren sind. Denn der Zug steht auf einem normalen Bahnsteig eines Sackbahnhofes. Nur am Ende ist eine Rampe um vom Zug herunter zu fahren. Das heisst, wir müssen die gesamte Länge der Autowagons entlang fahren, um den Zug zu verlassen - kein Zwischenausstieg möglich. Das heisst Kopf einziehen, also auf Höhe des Tankrucksacks "parken" und in relativ unbequemer Haltung mit viel dodongdodong und dabei ganz langsam ans Ende fahren. Wie beneide ich in diesem Moment den Harley Fahrer vor mir - aber nur in diesem Moment.

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Rumpeldipumpel macht es, Licht und Schatten wechseln sich ab. Ich halte meine Augen fest geschlossen, doch trotzdem habe ich das Gefühl, ich starre in die kurzfristige Dunkelheit hinein und kann durch die geschlossenen Augenlieder meine Umgebung erkennen. Alles klebt, Tom und ich liegen je auf einer schmalen Matratze eines Sechserabteils des Autozugs von Lörrach nach Hamburg. Wir haben vorher noch Witze über die Deutsche Bahn und ihre Klimaanlagen gemacht. Natürlich funktioniert diese in unserem Abteil nun aber wirklich nicht. Wir versuchen uns aber mit der stickigen Luft und der Wärme zu arrangieren, denn frieren werden wir wohl noch früh genug.

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Hui, so langsam kann ich meine Finger wieder bewegen. Es schmerzt nur noch ein wenig, das Notebook von einer Seite der Wohnung auf die Andere zu tragen. Das Ding ist viel zu schwer, vielleicht sollte ich besser unser neues Reise-net-book nutzen, das ist schön klein und leicht.
Ich weiß nicht, ob ihr diesen fiesen Muskelkater kennt. Den, der einen plagt, wenn man das erste Mal auf dem Snowboard gestanden hat. Oder besser gesagt, nach dem man mehrere Stunden versucht hat, mit dem Brett unter den Füßen aufzustehen. Die Arme schmerzen, die Schultern schmerzen, die Rippen schmerzen, die Beine sowieso, lachen schmerzt, husten schmerzt, eben sogar bis in die Fingerspitzen spürt man es. Genau so fühle ich mich seit dem letzen Wochenende. Ich glaube, Tom geht es auch nicht wirklich besser.

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So, nun wird es langsam Zeit wieder mit dem Schreiben zu beginnen. Ich starte mal mit einem kurzen Rückblick auf das, was bisher geschah. In der Hoffnung, dass es den Ein oder Anderen interessiert, wie sich unser Leben nach Abschluss der Reise entwickelt hat.

Bei der Suche nach einer neuen Bleibe kam uns ein bisschen der Zufall zu Hilfe. Wir hatten uns gerade ein wenig im Sträßchen-Wirrwarr der Mini-Ortschaften verirrt, als ein großes weißes Schild mitten auf einem Acker uns den Weg wies. „Wohnung zu vermieten“
Nach kurzer Besichtigung war alles klar – wir wagen den Schritt raus aus dem Zelt, rein in ein Haus mit festem Dach.
Irgendjemand hat mal vor langer Zeit zu mir gesagt, wenn du nicht fleißig in der Schule bist, landest du mal auf der Straße. Nun, ja. Wir sind im Graben gelandet. Nein, nicht das was ihr jetzt vielleicht denkt. Die Gemeinde Graben, hat nun dank unserer Einwanderung 307 Einwohner und dank mir einen um 0,5 % höheren Ausländeranteil als vorher.

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